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Analysen - DAX 100
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03.03.2017
Daimler-Wave XXL-Optionsscheine: Was macht der Wachstumsmotor? Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM1PQ22/ WKN DM1PQ2) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM0L165/ WKN DM0L16) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.
Gerade als sich Mercedes-Benz die Weltmarktspitze im Premiumsegment der Autobranche von BMW habe zurückholen können, drohe der weltweite Automarkt wegen China an Dynamik zu verlieren. Allerdings würden Daimler auch einige Alternativen bleiben.
Im Zuge der Präsentation der Geschäftsergebnisse für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2016 am 2. Februar habe Daimler-Vorstandschef, Dieter Zetsche, für 2017 lediglich "leichte" Zuwächse bei Absatz und Umsatz in Aussicht gestellt. Außerdem hätten sich einige Dividenden-Fans möglicherweise eine Anhebung der Dividende gewünscht. Vorstand und Aufsichtsrat würden der Hauptversammlung mit 3,25 Euro je Aktie lediglich eine Ausschüttung auf dem Niveau des Vorjahres vorschlagen. Eventuell auch ein Grund, warum die Kursrally der Daimler-Aktie zuletzt gestoppt habe, obwohl die Schwaben einige beeindruckende Erfolge hätten feiern können.
Ganz besonders werde man sich auf Konzernebene darüber gefreut haben, dass sich Mercedes-Benz die Spitzenposition im Premiumsegment der Autobranche von BMW nach vielen Jahren habe zurückholen können. Darüber hinaus habe die Pkw-Marke der Schwaben 2016 erstmals in einem Jahr mehr als 2 Millionen Fahrzeuge verkauft. Zu dem deutlichen Absatzwachstum hätten insbesondere das starke China-Geschäft und die wachsende Lust der Autokäufer auf SUVs beigetragen. Allerdings könnten die Hoffnungen auf einen anhaltenden Auto-Boom in der zweitgrößten Volkswirtschaft einen Dämpfer erhalten. Das Daimler-Management habe bei der jüngsten Zahlenbekanntgabe davon gesprochen, dass sich das Marktwachstum in China 2017 abschwächen dürfte. Grund dafür seien die reduzierten steuerlichen Kaufanreize für Pkw mit kleinen Motoren.
Von einer Abschwächung in China sei zu Beginn des Jahres 2017 jedoch nichts zu sehen gewesen. Mit einem Plus von 26,6 Prozent auf 472.844 verkaufte Einheiten sei China für Mercedes-Benz 2016 größter Einzel- und Wachstumsmarkt gewesen. Im Januar 2017 sei es sogar noch besser gelaufen. In China seien dank einem Plus von 39,3 Prozent erstmals in einem Monat mehr als 50.000 Mercedes-Benz Fahrzeuge verkauft worden: Mit 58.799 ausgelieferten Pkw sei der bisher beste Monat sogar um weit mehr als 12.000 Einheiten übertroffen worden. Die absatzstärksten Modelle seien im Reich der Mitte der GLC sowie die Langversionen der C- und E-Klasse Limousine gewesen.
Auch auf dem europäischen Automarkt habe Mercedes-Benz zu Jahresbeginn 2017 einige Erfolge gefeiert. Laut Angaben des Branchenverbandes Acea vom 16. Februar habe Mercedes-Benz seinen Marktanteil im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat von 5,1 auf 5,4 Prozent steigern können. Im Fall von Mercedes-Benz Cars habe der Zuwachs bei 0,2 Prozentpunkten auf 6,0 Prozent gelegen. Insgesamt hätten die Autoabsätze in der Europäischen Union (EU) um 10,2 Prozent zugelegt. Allerdings sei der Zuwachs unter anderem auch wegen zusätzlicher Arbeitstage derart deutlich ausgefallen. Trotzdem dürfte es für Daimler beruhigend sein zu wissen, dass man nach Europa schielen könne, wenn die Wachstumsdynamik in China abnehmen sollte.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 14.03.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 6,85. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 7,76; Laufzeit bis zum 14.03.2018) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (03.03.2017/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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