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Analysen - Ausland
16.08.2018
Wave XXL-Optionsscheine auf Facebook: Geht das Spektakel weiter? Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM738C3/ WKN DM738C) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM6D9B3/ WKN DM6D9B) der Deutschen Bank auf die Aktie von Facebook (ISIN US30303M1027/ WKN A1JWVX) vor.

Trotz augenscheinlich hervorragender Geschäftszahlen habe Facebook Marktteilnehmer zuletzt geschockt. Es werde befürchtet, dass der gleichnamigen Plattform die Nutzer abhanden kommen und die Kosten ausufern könnten. Allerdings dürfte es etwas zu früh sein, Facebook abzuschreiben.

Seit geraumer Zeit würden die Quartalsberichte der großen US-Technologieunternehmen die Highlights jeder US-Berichtssaison darstellen. Bei den Bilanzvorlagen für das zweite Quartal 2018 hätten Konzerne wie Apple, Alphabet, Amazon oder Facebook ein noch größeres Spektakel als sonst geboten. Nach dem jüngsten Quartalsbericht des iPhone-Konzerns habe Apple beim Börsenwert erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar geknackt. Der E-Commerce-Riese Amazon habe seinen beeindruckenden Wachstumskurs auch im Juni-Quartal fortgesetzt. Auch die Google-Muttergesellschaft Alphabet habe überzeugt. Besonders hohe Wellen habe jedoch die jüngste Facebook-Bilanzvorlage geschlagen.

Für einige Marktteilnehmer könnte der Bericht sogar den Anfang vom Ende der Erfolgsgeschichte des weltweit führenden Sozialen Netzwerks bedeuten. Entsprechend heftig seien die Marktreaktionen ausgefallen. Am Tag nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal 2018 am 25. Juli sei die Facebook-Aktie regelrecht abgestürzt. Das Unternehmen habe sogar einen unrühmlichen Rekord aufgestellt. Bei einem Kursrutsch von rund 19 Prozent habe sich der Börsenwert um etwa 119 Mrd. US-Dollar verringert. Es sei der größte Rückgang an einem Tag in der Geschichte des US-Aktienmarktes überhaupt gewesen.

Anleger hätten sich vor allem mit den Nutzerzahlen unzufrieden gezeigt. Während die Zahl der täglich aktiven Facebook-Nutzer in Nordamerika im zweiten Quartal lediglich auf dem Niveau des Vorjahres geblieben sei, sei diese in Europa sogar rückläufig gewesen. Darüber hinaus werde befürchtet, dass der Umgang mit schärferen Datenschutzbestimmungen die Nutzerzahlen in Zukunft weiter belasten und gleichzeitig für höhere Kosten sorgen könnte. Schließlich kämpfe Facebook schon heute gegen Fake News, Hasskommentare und andere Verfehlungen seiner User. Zu allem Überfluss habe CNBC am 8. August unter Verweis auf Erhebungen der Research-Firma SimilarWeb berichtet, dass Facebook bald seinen zweiten Platz unter den am meisten besuchten Internetseiten in den USA an YouTube verlieren dürfte. Platz eins gehöre weiterhin unangefochten Google.

Trotz der Enttäuschung vieler Marktteilnehmer über die jüngste Entwicklung der Nutzerzahlen gelte es festzuhalten, dass Facebook auch für das zweite Quartal Ergebnisse präsentiert habe, nach denen sich andere Konzerne nur sehnen könnten. Die Umsätze seien um 42 Prozent gewachsen, während der Nettogewinn um 31 Prozent auf 5,1 Mrd. US-Dollar geschossen sei. Noch immer kämen Unternehmen kaum an Facebook vorbei, wenn sie im Internet werben möchten. Entsprechend sei davon auszugehen, dass Facebook auch in den kommenden Quartalen ähnlich beeindruckende Umsatz- und Gewinnzahlen präsentieren sollte.

Die befürchteten Auswirkungen höherer Kosten und eines möglichen Rückgangs bei den Nutzerzahlen könnten einige Quartale, wenn nicht sogar Jahre in der Zukunft liegen. Damit habe der Konzern Zeit, neue Gewinnbringer zu entwickeln. Dazu zähle nicht nur der Virtual-Reality-Bereich. Mit dem Kurznachrichtendienst WhatsApp und dem Foto- und Videodienst Instagram habe Facebook zwei aussichtsreiche Kandidaten im Social-Media-Bereich zur Verfügung.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Facebook-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 12.06.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 10,86. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 12,10; Laufzeit bis zum 12.06.2019) auf fallende Kurse der Facebook-Aktie setzen. (Stand vom 14.08.2018) (16.08.2018/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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