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Analysen - Nebenwerte
20.09.2018
Turbo auf GERRY WEBER: Modekonzern bekommt seine Krise einfach nicht in den Griff - Optionsscheineanalyse
ZertifikateJournal

www.optionsscheinecheck.de

Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Turbo Put-Optionsschein (Open End) (ISIN DE000DD948R7/ WKN DD948R) der DZ BANK auf die Aktie von GERRY WEBER (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) vor.

In den vergangenen Jahren hätten die Experten meistens zu Short-Investments auf GERRY WEBER geraten. Die Kursentwicklung habe ihnen völlig Recht gegeben: Seit den Höchstständen bei fast 40 Euro im Jahr 2014 habe der Titel nahezu 90 Prozent eingebüßt. Die Talfahrt sei von negativen Unternehmensnachrichten in Serie begleitet worden. Das Hauptproblem: Weil der Modekonzern wichtige Trends verschlafen habe, würden die Kunden den Geschäften fernbleiben. Darunter würden Umsatz und Profitabilität leiden. Der Trend habe sich auch im jüngsten Geschäftsquartal fortgesetzt. Der Umsatz sei in den drei Monaten per 31. Juli um 11,4 Prozent auf gut 170 Mio. Euro gesunken. GERRY WEBER habe dafür neben einem allgemeinen schwachen Modegeschäft unter anderem den heißen Sommer verantwortlich gemacht, der die Einkaufslust der Kunden gedämpft habe - insbesondere bei der mittelpreisigen Marke Hallhuber. Unter dem Strich hätten sich die Verluste auf knapp elf Mio. Euro verdoppelt, darin enthalten seien Kosten für das laufende Sanierungsprogramm.

Wegen des stärker als erwarteten Umsatzrückgangs habe sich GERRY WEBER vorsichtiger für das Gesamtjahr gezeigt und das Erreichen der bisherigen Umsatzprognose von 830 bis 840 Mio. Euro "äußert ambitioniert" genannt. Das Konzernergebnis sehe der Konzern unverändert bei minus zehn Mio. Euro bis Breakeven. Wegen der unbefriedigenden Entwicklung solle die Transformation nun noch stärker vorangetrieben werden, habe Unternehmenschef Ralf Weber erklärt. Dabei werde es noch Zeit benötigen, "bis wir die Erfolge in den Ergebnissen sehen".

Mit anderen Worten: Anleger sollten short bleiben. Dazu eignet sich ein Turbo der DZ BANK, so die Experten vom "ZertifikateJournal". Der Hebel des Papiers liege aktuell bei 1,6. (Ausgabe 37/2018) (20.09.2018/oc/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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