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Analysen - DAX 100
04.10.2018
Wave XXL-Optionsscheine auf Lufthansa: Noch wird Lufthansa-Aktie am Abheben gehindert - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS3Y8E4/ WKN DS3Y8E) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS4P055/ WKN DS4P05) der Deutschen Bank auf die Aktie von Lufthansa (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) vor.

Der jüngste Anstieg der Ölpreise habe der Lufthansa gar nicht geschmeckt. Zumal die Kranich-Airline auch noch mit der Integration von Air Berlin-Firmenanteilen schwer beschäftigt sei und sich die Konjunktur eintrüben könnte. Dagegen würden die Passagierzahlen überzeugen. Außerdem sollte die Lufthansa mittelfristig der große Gewinner der Air Berlin-Pleite sein.

Bei der Lufthansa dürfte man mit etwas Wehmut auf das vergangene Jahr schauen, als Anleger der Kranich-Airline regelrecht zugejubelt und der Aktie auf Jahressicht 2017 zu einem Kursplus von rund 150 Prozent verholfen hätten. Dies habe locker gereicht, um die mit Abstand beste Performance im Leitindex DAX abzuliefern. In diesem Jahr sehe die Sache ganz anders aus. Die Lufthansa-Anteilsscheine würden in 2018 zu den schwächsten Vertretern in der ersten deutschen Börsenliga gehören. Bei den Kursverlusten könne man längst nicht mehr nur von Gewinnmitnahmen nach dem starken Börsenjahr 2017 sprechen. Dem Unternehmen wehe ein starker Gegenwind entgegen.

Im Vorjahr sei die Pleite von Air Berlin, damals immerhin noch die Nummer zwei am deutschen Himmel, als wahrer Segen gesehen worden. Auf diese Weise würde die Konsolidierung der Luftfahrtbranche vorangetrieben. Insbesondere sollte die Lufthansa-Tochter Eurowings durch die Übernahme von Personal, Flugzeugen und vor allem von sehr begehrten Landerechten ihren Wachstumskurs enorm beschleunigen. Allerdings habe die Übernahme von Air Berlin-Firmenanteilen auch Probleme mit sich gebracht, mit denen die Lufthansa noch heute zu kämpfen habe.

Dass das Adjusted EBIT bei Eurowings laut Unternehmensangaben vom 31. Juli im ersten Halbjahr 2018 auf -199 Mio. Euro gesunken sei, sei im Wesentlichen auf Einmaleffekte aus der Integration von Teilen der Air Berlin-Flotte zurückzuführen. Auf Konzernebene sei die führende Ergebniskennzahl der Lufthansa Group auch deshalb gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro gesunken. Zumindest gehe der Konzern davon aus, dass Integrationsaufwendungen die Ergebnisentwicklung letztmalig im dritten Quartal belasten würden.
Während die Lufthansa die Air Berlin-Integration mit der Zeit immer besser in den Griff bekommen sollte, habe das Unternehmen derzeit mit neuen Herausforderungen zu kämpfen. Dazu gehöre der jüngste Anstieg der Rohölpreise. Zumal die Treibstoffausgaben ein besonders wichtiger Kostenfaktor bei Airlines seien. Die Treibstoffkosten seien im ersten Halbjahr 2018 preis- und mengenbedingt um 216 Mio. Euro auf 2,8 Mrd. Euro gestiegen. Weitere Steigerungen könnten folgen. Darüber hinaus drohe das weltweite Wirtschaftswachstum aufgrund der Handelsstreitigkeiten an Dynamik zu verlieren, was für weniger Flugreisen sorgen könnte.

Noch könne sich die Lufthansa jedoch nicht über ihre Passagierzahlen beschweren. Laut Konzernangaben vom 11. September seien zwischen Januar und August 2018 rund 94,84 Millionen Fluggäste befördert worden. Ein Anstieg von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Positiv stimme auch der Umstand, dass das Lufthansa-Management auch für das Gesamtjahr 2018 von höheren Stückerlösen ausgehe.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Lufthansa-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 5,09, die Barriere bei 17,25 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,77; Barriere bei 24,40 Euro) auf fallende Kurse der Lufthansa-Aktie setzen. (Stand vom 02.10.2018) (04.10.2018/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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