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Analysen - Ausland
02.11.2018
Optionsscheine auf Amazon.com: Im wichtigen Weihnachtsgeschäft fällt die Entscheidung
X-markets by Deutsche Bank

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Call-Optionsschein (ISIN DE000DS4WXZ9/ WKN DS4WXZ) sowie einen Put-Optionsschein (ISIN DE000DS2R1P5/ WKN DS2R1P) der Deutschen Bank auf die Amazon.com-Aktie (ISIN US0231351067/ WKN 906866) vor.

Auch wenn die Amazon.com-Aktie kurzfristig immer wieder deutliche Kursschwankungen aufgewiesen habe, habe der Langfristtrend das Papier in den vergangenen Jahren steil nach oben geführt. Nach der jüngsten Korrektur stelle sich jedoch die Frage, ob dies in Zukunft genauso weitergehen werde.

Die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts sei noch nicht angelaufen. In den USA gehe es nach dem Thanksgiving-Feiertag Ende November richtig los. Doch schon jetzt habe das wichtige Schlussquartal für den Handel begonnen. Auch für die Online-Händler beginne nun die wichtigste Zeit des Jahres. Umso enttäuschter hätten Anleger reagiert, als Amazon.com im Zuge der Vorstellung des Berichts für das September-Quartal 2018 am 25. Oktober einen in den Augen der Börsianer enttäuschenden Ausblick auf das laufende vierte Quartal 2018 geliefert habe.

Da habe es wenig geholfen, dass der Amazon-Deutschland-Chef, Ralf Kleber, Optimismus in Bezug auf das kommende Weihnachtsgeschäft verbreitet habe. Immerhin sei Deutschland für den E-Commerce-Riesen der zweitwichtigste Einzelmarkt. Am 26. Oktober habe er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass Amazon.com in Deutschland ein erfolgreiches und starkes Weihnachtsgeschäft erwarten würde und sich daran mache, das stramme Ziel eines Umsatzwachstums von 20 Prozent zu erfüllen.

Laut Unternehmensprognose sollten die Erlöse auch konzernweit maximal um 20 Prozent zulegen. Die untere Schwelle liege bei einem Plus von 10 Prozent, was im Dezember-Quartal Erlöse von 66,5 bis 72,5 Mrd. US-Dollar entsprechen würde. Analysten hätten bei Bekanntgabe der Prognose laut FactSet im Schnitt jedoch mit einem Wert von 73,8 Mrd. US-Dollar gerechnet.

Der operative Gewinn werde von Unternehmensseite für die Zeit zwischen Oktober und Dezember bei 2,1 bis 3,6 Mrd. US-Dollar gesehen, sodass sich dieser im schlechtesten Fall auf dem Niveau des Vorjahres von 2,1 Mrd. US-Dollar bewegen würde. Auch beim Umsatz für das dritte Quartal habe Amazon.com nicht an die Markterwartungen heranreichen können. Die Erlöse seien im Vorjahresvergleich um 29 Prozent auf 56,6 Mrd. US-Dollar geklettert, während Analysten laut FactSet einen Wert von 57,1 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt hätten.

Amazon.com habe Anleger zuletzt weder mit dem Umsatzwachstum im September-Quartal noch mit dem Ausblick auf das Wachstum im Schlussquartal überzeugen können. Im Gegensatz dazu habe Amazon.com die Erwartungen an den Gewinn geradezu pulverisiert. Jahrelang sei im Fall des Konzerns der Umstand kritisiert worden, dass Amazon.com zugunsten von hohen Wachstumsinvestitionen auf zu viel Gewinn verzichten würde. Im dritten Quartal sei der Nettogewinn jedoch auf 2,9 Mrd. US-Dollar geschossen, nach lediglich 256 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die kurzfristigen Reaktionen auf die jüngsten Amazon.com-Zahlen seien am Markt negativ aufgefallen. Die Amazon.com-Aktie habe weiter an Wert verloren, nachdem das Papier bereits nach Erreichen eines wichtigen Meilensteins den Rückwärtsgang eingelegt habe. Am 4. September sei Amazon.com als erst zweites privates Unternehmen, nach Apple, an der Börse mehr als 1 Billion US-Dollar wert gewesen. Damit sei eine jahrelange Kursrally gekrönt worden. In der Folge hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt. Zudem habe sich das Gesamtmarktumfeld nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt. Trotzdem wäre es viel zu früh Amazon.com abzuschreiben. Als Online-Händler habe das Unternehmen eine enorme Marktmacht erreicht. Zudem habe Amazon.com weitere Wachstumsfelder wie den Cloud-Bereich oder Video-Inhalte für sich entdeckt.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Amazon.com-Aktie erwarten würden, könnten mit dem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 8,65. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 10,77; Laufzeit bis zum 18.09.2019) auf fallende Kurse der Amazon.com-Aktie setzen. (Stand vom 01.11.2018) (02.11.2018/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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