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Analysen - DAX 100
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10.12.2018
Turbo Short auf Deutsche Post: 85-Prozent-Chance - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Stephan Feuerstein von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Turbo Short (Open End) (ISIN DE000DS7L5W3/ WKN DS7L5W) der Deutschen Bank auf die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200).
Die Aktie der Deutschen Post befinde sich im freien Fall. Am Ende der letzten Woche sei sie auf den tiefsten Stand seit fast zweieinhalb Jahren abgerutscht. Mit einem Open End Turbo Short auf eine fallende Deutsche Post-Aktie könnte sich jetzt eine Trading-Chance von 85 Prozent ergeben.
Vor Weihnachten bleibe noch alles beim Alten, danach möchten einige Paketdienste ihre Preise und die Deutsche Post ihr Briefporto erhöhen. Man brauche ein höheres Porto, weil die Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen würden, aber die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken würden, habe Post-Chef Frank Appel das Argument für die angedeutete Erhöhung geliefert. Zuletzt habe die Bundesnetzagentur eine Anhebung des Beförderungsentgeltes für Briefe zum Jahresende noch abgelehnt. Appel halte dennoch daran fest.
Der steigende Online-Handel treibe die Nachfrage der verschiedenen Dienste immer weiter nach oben. Die daraus resultierende Paketflut stelle die Zusteller vor Probleme, denn die Suche nach Fahrern erweise sich aufgrund der niedrigen Löhne als Herausforderung. Auch Amazon setze neben der Zusammenarbeit mit den Paketdiensten mittlerweile auf eigene Zusteller. Der Online-Handelsriese experimentiere verstärkt mit eigenen Lieferungen, woraus eine belastende Konkurrenz für die Logistikdienstleister entstehen könnte.
Für die Deutsche Post rechne Appel damit, dass sein Unternehmen bald mehr als die derzeit gültigen 70 Cent für einen Standardbrief nehmen dürfe. Auch im Paketversand versuche die Tochter DHL, Preiszuwächse durchzusetzen, habe Appel gesagt. Die Branche habe jedoch das grundsätzliche Problem, dass die Zustellung zu gering bezahlt werde, begründe der Post-Chef seinen Vorstoß. Denn faktisch seien die letzten 50 Meter bis zur Haustür der teuerste Teil der Dienstleistung. Genau dort lasse sich aber die Effizienz kaum mehr steigern.
Bei den letzten Quartalszahlen habe die Post eine Kostensteigerung bei Briefen und Paketen bekannt gegeben. Schon Anfang Juni habe Appel eine Sanierung der angeschlagenen Sparte angekündigt. Die Produktivität solle dadurch steigen. Zunächst hätten sich im letzten Quartal die Restrukturierungskosten auf fast 400 Millionen Euro belaufen. Insgesamt solle der Umbau eine halbe Milliarde Euro kosten und bis Jahresende abgeschlossen sein. Während der Umsatz um ein Prozent zugelegt habe, habe das operative Ergebnis um 55 Prozent nachgegeben.
Das Jahr 2018 habe die Post-Aktie um 40 Euro begonnen, mittlerweile werde sie aber nur noch um 26 Euro gehandelt. Das entspreche einem Rückgang von mehr als 30 Prozent seit Jahresanfang. Zuletzt sei die Aktie im Zuge der Marktschwäche unter die bisherigen Jahrestiefs um 27 Euro gefallen, nachdem sie zuvor zwischen 28 und 29 Euro zur Seite gependelt habe. Zudem lasse sich die in diesem Jahr nachlassende Tendenz mit einer fallenden Gerade um 28,70 Euro darstellen. Nach unten könnte ein Ziel am Tief von Februar 2016 um 20 Euro liegen.
Mit dem Open End Turbo Short können risikobereite Anleger, die von einer fallenden Deutsche-Post-Aktie ausgehen, überproportional davon profitieren, so Stephan Feuerstein von "boerse-daily.de". Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere betrage dabei 21,3 Prozent. Der Einstieg in die spekulative Position biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Der könnte im Basiswert bei 27,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergebe sich ein Stoppkurs bei 0,45 Euro. Ein Trading-Ziel nach unten könnte sich um 20 Euro befinden. Für die spekulative Idee betrage das Chance/Risiko-Verhältnis 2,8 zu 1. (10.12.2018/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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