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Analysen - DAX 100
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15.02.2019
Wave XXL-Optionsscheine auf Daimler: Der Stuttgarter Automobilkonzern muss jetzt handeln - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX688G8/ WKN DX688G) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS7ENW8/ WKN DS7ENW) der Deutschen Bank auf die Aktie von Daimler (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) vor.
Daimler habe zuletzt mit einigen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Dies habe sich in den jüngsten Geschäftszahlen der Schwaben bemerkbar gemacht. Nun müsse es sich zeigen, ob das DAX-Unternehmen die Profitabilität auch in einem schwierigen Marktumfeld verbessern könne.
Trotz vieler Herausforderungen habe Daimler auch einige Erfolge gefeiert. Der Autobauer habe den konzernweiten Absatz im vergangenen Jahr laut Konzernangaben vom 7. Februar 2019 um 2,4 Prozent auf 3,4 Millionen Fahrzeuge gesteigert. In 2018 habe es die Pkw-Marke Mercedes-Benz mit über 2,3 Millionen verkauften Autos geschafft, mehr Fahrzeuge als BMW zu verkaufen und sich damit zum dritten Mal in Serie den Titel des Weltmarktführers im Premium-Segment zu schnappen. Die konzernweiten Umsatzerlöse seien in 2018 um 2 Prozent auf 167,4 Mrd. Euro geklettert. Allerdings habe der Rückgang des Nettogewinns von 10,6 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 7,6 Mrd. Euro geschmerzt.
Der deutliche Gewinnrückgang sei ein Grund, warum die 2018er Dividende lediglich bei 3,25 Euro je Aktie liegen solle, nachdem die Ausschüttung ein Jahr zuvor noch 3,65 Euro betragen habe. Wenn man jedoch den Schlusskurs der Daimler-Aktie für das Jahr 2018 von 45,91 Euro in die Gleichung miteinbeziehe, ergebe sich immer noch eine sehr attraktive Dividendenrendite von rund 7 Prozent. Selbst auf dem aktuellen Niveau würde sich eine Dividendenrendite von mehr als 6 Prozent ergeben.
Auch wenn die Dividendenrendite attraktiv bleibe, führe kein Weg daran vorbei, dass Daimler seine Profitabilität verbessern müsse. Dem Unternehmen hätten unter anderem die anhaltende Diesel-Diskussion, die Umstellung auf das neue Testverfahren WLTP, Rückstellungen wegen Rechtsrisiken aus der Benutzung eines Kältemittels oder der globale Handelsstreit zu schaffen gemacht. Dies habe zu dem Gewinnrückgang und dazu geführt, dass die operative Marge im Automobilsegment in 2018 mit 7,8 Prozent unter dem langjährigen Zielwert von 8 bis 10 Prozent gelegen habe. Laut Managementprognose solle dieser Wert in 2019 sogar nur zwischen 6 und 8 Prozent liegen. Daimler möchte verschiedene Sparmaßnahmen im Automobilbereich anstrengen. Auf diese Weise möchte man sich bis 2021 bei der Rendite wieder dauerhaft im Bereich von 8 bis 10 bewegen.
Selbst wenn die angedachten Sparmaßnahmen greifen würden, werde es jedoch nicht einfach, die Erfolge aus der Vergangenheit zu wiederholen. Der jahrelang boomende chinesische Automarkt habe zuletzt eine Schwächephase erlebt. In Deutschland sei der Jahresanfang 2019 wenig erfreulich ausgefallen. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes vom 4. Februar seien im Januar 2019 rund 1,4 Prozent weniger Pkw verkauft worden als im Vorjahresmonat. Die Daimler-Pkw-Marke Mercedes-Benz habe sogar einen Absatzrückgang um 4,3 Prozent auf 25.292 Autos erlebt. Darüber hinaus müsse die gesamte Autobranche enorme Investitionen in neue Technologien wie die Elektromobilität oder das autonome Fahren stemmen. Dies dürfte die Ergebnisse nicht nur bei Daimler in den kommenden Jahren belasten.
Allerdings seien diese Entwicklungen auch nicht neu und zu einem großen Teil bereits vonseiten des Aktienmarktes eingepreist. Die Daimler-Aktie habe im vergangenen Jahr deutliche Kursverluste erlebt. Die anhaltend hohe Dividendenrendite sei auch der günstiger gewordenen Daimler-Aktie geschuldet. Anhand der FactSet-Konsensschätzungen ergebe sich für 2019 zudem ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 6, was ebenfalls zur attraktiven Bewertung der Daimler-Aktie beitrage. Außerdem könne die Entwicklung neuer Technologien eine enorme Chance für die gesamte Branche sein. Als Premium-Weltmarktführer sei Daimler gut positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,35, die Barriere bei 36,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,21, Barriere bei 58,20 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen. (Stand vom 14.02.2019) (15.02.2019/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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