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Analysen - Ausland
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09.04.2003
EVN untergewichten
Raiffeisen Centrobank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Aktie von EVN (ISIN AT0000741053/ WKN 878279) mit "untergewichten" ein.
Der Umsatz sei im 1. Quartal 2002/03 um 5,6% auf 350,8 Mio. EUR und das EBIT um 5,9% auf 71,3 Mio. EUR gefallen. Der Stromhandel habe zwar um 67% zugelegt, das Volumen im Endkundenbereich sei jedoch um 8% gesunken. Damit sei das EBIT im Strombereich um 20% unter dem Vorjahreswert geblieben, und die EBIT-Marge habe sich von 29% auf 23% vermindert.
Die höheren Verkaufpreise hätten den Wegfall der Einmaleffekte im Gasbereich zum Teil wettgemacht. Der Segment-Umsatz sei um 14%, das EBIT jedoch nur um 8,6% gefallen. Im Bereich Wärme und sonstigen Bereichen habe das EBIT von einem Verlust von 3,6 Mio. EUR auf einen Gewinn von 4 Mio. EUR gedreht. Das Finanzergebnis habe im 1. Quartal 4,4 Mio. EUR betragen. Das Vorsteuerergebnis von 75,7 Mio. EUR habe leicht um 0,3 Mio. zugelegt.
Aufgrund des Wegfalles der positiven Bilanzierungs- und der operativen geschäftlichen Einmaleffekte erwarte man 2002/03 einen Rückgang des Umsatzes der EVN-Gruppe von 1,11 Mrd. EUR auf 1,08 Mrd. EUR (-3,1%) und eine Verschlechterung des EBIT von 128 Mio. EUR auf 123 Mio. EUR (-3,7%). Nach einem Ertrag von 10 Mio. EUR 2001/02 rechne man im laufenden Geschäftsjahr mit einem leicht negativen Finanzergebnis von 1 Mio. EUR.
Das schwächere EBIT und der errechnete Finanzverlust würden zu einem Rückgang des Vorsteuerergebnisses um 10% auf 122 Mio. EUR führen. Die effektive Steuerquote werde auf 34% steigen. Nach dem Verkauf der eigenen Aktien 2002 werde sich der Verwässerungseffekt der Kapitalerhöhung voll auswirken. Somit werde der Gewinn je Aktie von 2,39 EUR im Vorjahr auf 2,12 EUR sinken.
Für 2002/03 würden die Analysten einen Rückgang des Gewinns je Aktie auf 2,12 EUR (-12%) erwarten. Vor allem die Ausschöpfung der Synergien aus den geplanten Partnerschaften werde 2003/04 zur Erhöhung des Gewinns je Aktie auf 2,23 EUR führen. Trotz der Verbesserung sei EVN auf KGV-Basis im Vergleich zur Peer Group mit einem deutlichen Aufschlag bewertet. Auf Basis des EV/EBITDA sei ebenfalls eine Überbewertung der EVN gegenüber der Peer Gruppe zu erkennen.
Daher belassen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "untergewichten"-Empfehlung der EVN-Aktie aufrecht.
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