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Analysen - Ausland
30.01.2020
Inline-Optionsschein auf Netflix: Spannendes Inliner-Szenario - Optionsscheineanalyse
ZertifikateJournal

www.optionsscheinecheck.de

Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Inline-Optionsschein (ISIN DE000SR6F1U5/ WKN SR6F1U) der Société Générale auf die Netflix-Aktie (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) vor.

Der Streaming-Riese Netflix habe im Schlussquartal überraschend viele Kunden angelockt. Die Zahl der Bezahlabos sei in den drei Monaten bis Ende Dezember weltweit um 8,8 Mio. gestiegen Damit habe Netflix nicht nur die eigene Prognose, sondern auch die Markterwartungen übertroffen. Diese hätten lediglich bei 7,6 Mio. gelegen. Insgesamt habe es der Konzern zum Quartalsende damit auf gut 167 Mio. bezahlte Mitgliedschaften gebracht. Das zeige sich schließlich auch in den Unternehmenszahlen: Die Erlöse seien auf 5,5 Mrd. Dollar gewachsen - ein deutliches Plus von 31 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn sei von 134 Mio. auf 587 Mio. Dollar geklettert.

An der Börse habe sich die Begeisterung über die Zahlen dennoch in Grenzen gehalten. Zum einen seien im wichtigen US-Markt zuletzt lediglich 420.000 neue Kunden hinzugekommen statt wie vorhergesagt 659.600. Zum anderen stelle Netflix für das laufende Quartal "nur" noch einen globalen Zuwachs von sieben Mio. Kunden in Aussicht - deutlich weniger als von Analysten erwartet. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2019 habe Netflix noch 8,9 Mio. neue Abonnenten gezählt. Das Problem: Der US-Markt sei inzwischen übersättigt. Hinzu komme, dass neue Konkurrenten wie Disney und Apple, aber auch etablierte Rivalen wie Amazon und Hulu Netflix mit ihren Streaming-Services preislich unterbieten würden - zum Teil erheblich.

Zwar gebe sich das Unternehmen in einem Brief an die Aktionäre gewohnt kämpferisch: "Wir haben einen großen Vorsprung beim Streaming und werden darauf aufbauen, indem wir uns auf das konzentrieren, auf das wir uns die letzten 22 Jahre konzentriert haben - unsere Kunden zufriedenzustellen." Und weiter: "Viele Medienunternehmen und Tech-Giganten starten Streaming-Dienste. Sie verstärken den Trend hin zu Streaming und weg von linearen Unterhaltungsangeboten. Diese Bewegung steht erst an ihrem Anfang und ist global. Sie lässt noch reichlich Raum für das Wachstum vieler Anbieter, während das lineare Fernsehen verschwindet". Finanzchef Spencer Neumann habe allerdings eingestehen müssen, dass es angesichts des verschärften Konkurrenzkampfes und der vergleichsweise hohen Preise von Netflix bereits eine etwas erhöhte Abwanderungsrate von Kunden gegeben habe.

Das Marktumfeld für Streaming-Riesen auf dem Heimatmarkt werde also ungemütlicher. Zwar sähen Analysten darin bislang noch keine ernsthafte Gefahr, ganz so überschwänglich seien sie allerdings auch nicht mehr. Ein spannendes Szenario für einen Inline-Optionsschein der Société Générale mit Barrieren bei 230 und 430 Dollar, so die Experten vom "ZertifikateJournal". (Ausgabe 04/2020) (30.01.2020/oc/a/a)

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