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Analysen - Nebenwerte
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09.04.2020
MINI-Future Long auf SHOP APOTHEKE: Unentbehrliche Produkte - Optionsscheineanalyse
ZertifikateJournal
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www.optionsscheinecheck.de
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Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen MINI-Future Long (ISIN DE000MC7H6B6/ WKN MC7H6B) von Morgan Stanley auf die Aktie von SHOP APOTHEKE EUROPE (ISIN NL0012044747/ WKN A2AR94) als "Pick of the Week" vor.
Eine der wenigen Aktien, die auf oder in der Nähe ihres Allzeithochs notieren würden, sei SHOP APOTHEKE EUROPE. Der Online-Medikamentenhändler habe im vergangenen Geschäftsjahr von gestiegenen Bestellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz profitiert. Auch international sei es rund gelaufen. Daher sei der Umsatz der Gesellschaft um rund 30 Prozent auf 701 Mio. Euro geklettert. Die Marge auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf minus 1,9 Prozent verbessert und liege damit innerhalb des prognostizierten Korridors von minus 2,0 bis minus 2,3 Prozent. Im vierten Quartal 2019 habe die Online-Apotheke ihren Umsatz um 27 Prozent auf rund 192 Mio. Euro gesteigert.
2020 wolle SHOP APOTHEKE EUROPE erstmals die Gewinnzone auf Basis des EBITDA erreichen. Zudem solle der Umsatz um rund 20 Prozent steigen. Auswirkungen des fortschreitenden Coronavirus-Ausbruchs seien dabei aber nicht berücksichtigt. Dadurch sei zwar ein temporärer Auftragsschub zu verzeichnen. Wie sich die Situation weiterentwickeln werde, sei jedoch völlig ungewiss. "Wir agieren aktuell in einem von hoher Unsicherheit geprägten Umfeld", habe Unternehmenschef Stefan Feltens anlässlich der Zahlenvorlage erklärt.
Die Aktie sei derzeit allerdings noch aus einem anderen Grund gefragt: Die Bundesregierung habe nämlich festgelegt, dass es ab 2022 verpflichtend nur noch E-Rezepte gebe. Da dabei nur wenige Ausnahmen vorgesehen seien, komme das einer Abschaffung des Papier-Rezepts gleich. "Nach der flächendeckenden Einführung elektronischer Rezepte erwarten wir bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten nochmals einen erheblichen Wachstumsschub", so Feltens.
SHOP APOTHEKE EUROPE arbeite seit Jahren voll und ganz auf die Einführung hin. Die starke Marktstellung dürfte dem Unternehmen entgegenkommen, wenn sich die Effekte durch das E-Rezept voll entfalten würden. Schätzungen würden davon ausgehen, dass der Marktanteil des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln von aktuell 1,3 Prozent auf 5 oder sogar 10 Prozent stiegen werde. Um sich auf den Wachstumsschub vorzubereiten, habe das Unternehmen vor wenigen Tagen neue Aktien im Wert von rund 65 Mio. Euro ausgegeben. In dem Zusammenhang sei es zu einem kleinen Kursknick bei der Aktie von SHOP APOTHEKE EUROPE gekommen, der aber schon bald wieder ausgebügelt sein dürfte.
Daher sollten Anleger vom MINI von Morgan Stanley aus ZJ 39/19 bei dem Gewinne von fast 170 Prozent aufgelaufen sind, in ein Papier mit höherem Hebel wechseln, so die Experten vom "ZertifikateJournal". (Ausgabe 14/2020) (09.04.2020/oc/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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