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Analysen - Ausland
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12.06.2020
Call-Optionsschein auf Microsoft: 43 Prozent Chance - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000MC7WML2/ WKN MC7WML) von Morgan Stanley auf die Aktie von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) vor.
Microsoft habe bislang in der Corona-Krise eine gute Performance gezeigt. Der Software-Riese habe den Aktienkurs im Vergleich zum Vorkrisenniveau in der Spitze sogar um 6% übertreffen können. Anleger, die in der aktuellen Marktlage keine Short-Strategien würden eingehen wollen, seien mit einem Call gut aufgehoben.
Microsoft sei mit seinem Produktportfolio strategisch so gut aufgestellt, dass selbst die schwerste Krise seit dem zweiten Weltkrieg neue Möglichkeiten eröffnet habe und zu weiterem Wachstum des IT-Riesen beitrage. Neben den allseits bekannten Paketen wie dem Windows-Betriebssystem, der Office Produktpalette und der nun bekannten Software MS-Teams könne Microsoft aktuell mit seiner Cloud namens Azure punkten. So plane der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock seine Aladdin Plattform auf Azure zu verlagern. Die NBA, NFL, Coca Cola und viele weitere Gesellschaften würden in der Pipeline warten, um von den Azure-Funktionalitäten zu profitieren. Wenn es eine Gesellschaft mit dem Marktführer Amazon Web Service aufnehmen könne, dann sei es Microsoft mit seiner über die Jahre aufgebaute Software-Expertise.
In der wieder aufflammenden Corona-Panik falle es den Marktteilnehmer leicht, sich auch von Perlen wie der Microsoft-Aktie zu trennen. So seien zwar die Kursverluste etwas schwächer ausgeprägt als bei der Benchmark S&P 500. Als Folge dessen habe der Aktienkurs ein sich ausbildendes Doppeltop bei der Marke von 188,56 US-Dollar in den letzten Handelstagen nicht nachhaltig überwinden können. Am Retourweg sei dieses Level, welches eigentlich einen Support darstelle, unterschritten worden.
Gestern, wo die Marktteilnehmer die zweite Corona-Welle einzupreisen versucht hätten und europäische Indices annähernd 5% an Tagesverlust hätten erleiden müssen, habe Microsoft auch 5,39% verloren. Trotzdem sollte die Aktie in den nächsten, für die Strategie relevanten zwei bis drei Monate den S&P 500 outperformen.
Die Annahme für die Strategie basiere darauf, dass eine zweite Corona-Welle in den USA sehr schnell unter Kontrolle gebracht werde. Ein erneutes Abtauchen des Aktienkurses müsste eigentlich gute Einstiegpreise für die Marktteilnehmer bieten. Auf Sicht der nächsten drei Monate scheine eine Long-Position daher erfolgversprechender, nachdem Microsoft weltweit aufgestellt sei.
Der ausgewählte Call (Basispreis 190,00 US-Dollar) weise eine durchschnittliche Implizite Volatilität von 32% auf.
Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Microsoft Aktie bis auf 205 US-Dollar ausgehen würden, könnten mit einem Call-Optionsschein überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher Volatilität und dem Ziel bei 205 US-Dollar (2,54 Euro beim Optionsschein) bis zum 11.08.2020 sei eine Rendite von rund 42,43% zu erzielen. Falle der Kurs des Basiswertes in dieser Periode auf 176,60 US-Dollar, resultiere daraus ein Verlust von 36% beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis betrage somit 1,2 zu 1. (12.06.2020/oc/a/a)
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