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Analysen - Nebenwerte
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29.10.2020
Endlos-Turbo Long auf Wacker Chemie: Wettbewerbsfähiger in die Zukunft - Optionsscheineanalyse
DZ BANK
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Wacker Chemie-Aktie (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) einen Endlos-Turbo Long (ISIN DE000DFM6YZ8/ WKN DFM6YZ) mit dem Basiswert Wacker Chemie vor.
Die Nachfrage nach den Chemieprodukten des Unternehmens sei zuletzt wieder gestiegen. Auch das Umfeld für den Bereich Polysilicon habe sich verbessert. Mit Einsparungen wolle Wacker Chemie zudem seine Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Nachdem der Spezialchemiekonzern im Juni 2019 aus der 2. deutschen Börsenliga abgestiegen sei, sei er seit September dieses Jahres zurück im MDAX. Grundlage für den Aufstieg sei die seit dem Corona-Crashtief mehr als verdoppelte Börsenkapitalisierung. Aus charttechnischer Sicht zeige die Aktie von Wacker Chemie seit dem Allzeittief vom 19. März 2020 einen intakten Aufwärtstrend. Zuletzt sei dabei der potenzielle Widerstand im Bereich von etwa 93 Euro erreicht worden, der sich aus den Zwischenhochs ableiten lasse, die in der Periode Januar bis März 2019 markiert worden seien.
Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Hindernis erhöhe nach Einschätzung der Analysten die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der aktuellen Aufwärtsbewegung. In diesem Fall würden dann trendfolgende Long-Positionen einen möglichen Handelsansatz darstellen. Zu den Risiken würden die Analysten das von Unsicherheiten geprägte Börsenumfeld zählen. Hierbei würden auch die grundsätzlichen konjunkturellen Unwägbarkeiten eine Rolle spielen. Speziell für Wacker Chemie bleibe das nach wie vor schwierige Branchenumfeld in der Automobilindustrie ein Risikofaktor. Der Autosektor gehöre neben der Bauwirtschaft zu den wichtigsten Abnehmern der eigenen Produkte.
Der weltweit aktive Konzern stelle mehr als 3.200 chemische Spezialprodukte her, die ein breites Anwendungsspektrum besitzen würden. Rund 70% des Umsatzes werde mit Erzeugnissen generiert, deren Grundstoff Silizium sei. Die restlichen 30% würden überwiegend auf Ethylen basieren. Zu den Kernprodukten des Konzerns würden Silicone gehören. Diese Kunststoffe seien in vielen Produkten des täglichen Lebens enthalten, beispielsweise in elektronischen Geräten wie Smartphones, in Fahrzeugen, Textilien, Farben und Lacken, aber auch in medizinischen Anwendungen.
Zuletzt sei die Nachfrage in den drei Chemiesegmenten (Silicones, Polymers, Biosolutions) wieder gestiegen, insbesondere bei Polymeren. In diesem Bereich habe Wacker Chemie nun die Erweiterung der Produktionskapazitäten in China für rund 100 Mio. US-Dollar beschlossen. Damit werde der Ausstoß mehr als verdoppelt. Das Unternehmen möchte damit von dem steigenden Bedarf an hochwertigen Bindemitteln profitieren, der aus der wachsenden Bauindustrie im Reich der Mitte resultiere. Der Schritt sei aus Sicht der Analysten strategisch sinnvoll. Wacker Chemie stärke damit seine Position als Weltmarktführer für Bindemittel.
Weiterhin sehe man ein verbessertes Umfeld für die vierte Konzernsäule Polysilicon, in der Wacker Chemie hochreines Polysilizium für die Solarbranche und die Halbleiterindustrie herstelle. Weil chinesische Wettbewerber Produktionsausfälle hätten, habe zuletzt der Polysilizium-Preis wieder angezogen. Grundsätzlich bestehe aber nach wie vor das Risiko von strukturellen Überkapazitäten bei Solarsilizium. Nach dem zyklischen Tief sähen die Analysten jedoch gute Chancen, dass Wacker Chemie seine Umsätze wieder steigern könne. Potenzial sähen sie zudem bei den Gewinnmargen. Neben besseren Verkaufspreisen sollten die vor gut einem Jahr eingeleiteten Effizienzmaßnahmen (u.a. organisatorische Neuausrichtung) zu Kostenentlastungen führen. Wacker Chemie möchte ab Ende des Geschäftsjahres 2022 jährlich 250 Mio. Euro einsparen, wobei jeweils die Hälfte aus Sachkosten und Personalkosten stamme. Für 2020 seien bereits niedrigere Ausgaben von mehr als 50 Mio. Euro eingeplant.
Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.
Auf den Basiswert Wacker Chemie AG stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Long (WKN DFM6YZ) mit einem Basispreis von 67,9743 Euro sowie einer Knock-Out-Barriere von 67,9743 Euro. Das Produkt eigne sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen möchten. Der Endlos-Turbo Long auf die Wacker Chemie AG habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme. (Ausgabe vom 28.10.2020) (29.10.2020/oc/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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