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Analysen - DAX 100
21.05.2021
Call-Optionsschein auf Infineon: 51 Prozent Chance - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de

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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in einer aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000KE1SH14/ WKN KE1SH1) der Citigroup auf die Infineon-Aktie (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) vor.

Infineon habe sich aktuell nach einer Schwächephase bei der Unterstützung am Level von 30,20 Euro eingependelt. Es sehe so aus, als ob sogar der Widerstand bei 32,04 Euro demnächst überwunden werden könne. Voraussetzung dafür sei eine Beruhigung der Inflationsängste in den USA. Am gestrigen Handelstag hätten wieder die Bullen die Oberhand gehabt, die einen gehörigen Risikoappetit bekommen hätten.

Der Halbleitermarkt boome und es laufe glänzend bei Deutschlands größtem Chiphersteller. Die Produktionsstätten von Infineon würden an der Kapazitätsgrenze laufen, die der Konzern durch zusätzliche Investitionen aufstocke. Schon jetzt würden Infineon laut eigenen Angaben an die 200 Millionen Euro Umsatz im Jahr verloren gehen, weil die Nachfrage nicht gedeckt werden könne.

Der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss habe die Jahresprognose daher erneut erhöht. Er verspreche den Aktionären nun einen Umsatz von elf Milliarden Euro. Das seien 200 Millionen mehr, als bei der letzten Ankündigung im Februar 2021. Die operative Marge im Geschäftsjahr 20/21 solle auf 18 Prozent steigen, was auch um 0,5 Prozentpunkte höher sei, als bei der letzten Ankündigung. Auch das zukünftige Gewinnwachstum könne sich sehen lassen und drückt das erwartete KGV 2022/23 aktuell auf 24.

Im übergeordneten Bild habe Infineon seit dem corona-bedingten Sell Off Mitte März 2020 seinen Aktienkurs von 10,55 Euro bis auf 37,31 Euro nahezu vervierfacht. Seit dem partiellen Hoch am 6. April 2021 habe das Papier jedoch 15 Prozent nachgegeben und pendle sich an der Unterstützung bei 30,20 Euro ein. Im Vergleich dazu habe die Benchmark TecDAX in diesem Zeitraum nur rund 4 Prozent nachgegeben. Auch die Präsentation der erfreulichen Zahlen zum 2. Quartal am 4. Mai habe zu keiner Trendwende geführt. Auf Sicht der nächsten drei bis fünf Wochen müssten wieder die Bullen überwiegen, und die Infineon-Aktie stabilisieren.

Die Unterstützung bei 30,20 Euro habe gehalten und am gestrigen Handelstag habe die Aktie den Widerstand bei 32,04 Euro getestet. Im Falle einer Überwindung dieses Widerstandes sei der Weg frei, zumindest bis auf das Niveau von 33,73 Euro zu steigen. Ein Damoklesschwert baumele über den Aktien in Form der Angst der Marktteilnehmer vor einer Zinserhöhung. Am gestrigen Handelstag hätten wieder die Bullen überwogen, die nicht von einer Zinserhöhung in den USA ausgehen würden und infolgedessen Einstiegskurse gewittert hätten.

Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Aktie von Infineon bis auf 35,34 Euro ausgehen würden, könnten mit einem Call-Optionsschein überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 36% und dem Ziel bei 35,34 Euro (1,06 Euro beim Optionsschein) sei bis zum 20.07.2021 eine Rendite von rund 51% zu erzielen. Falle der Kurs des Basiswertes in dieser Periode auf 30,45 Euro, resultiere daraus ein Verlust von rund 46% beim Optionsschein. Das Chance/Risiko-Verhältnis betrage somit 1,13 zu 1, wenn bei 30,45 Euro (0,38 Euro beim Schein) eine Stopp-Loss Order eingezogen werde. (21.05.2021/oc/a/d)


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