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Analysen - DAX 100
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28.02.2022
Turbo Long auf Infineon: Ukraine-Krise verhindert Beurteilung - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung ein Open End Turbo Long (ISIN DE000HB3PA22/ WKN HB3PA2) von der UniCredit auf die Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) vor.
Es würden sich Einstiegskurse ergeben, nur wie reagiere man auf eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen. Die Lage eskaliere weiter, was keine guten Nachrichten für den Wertpapiermarkt seien. Einerseits habe der Kurs von Infineon Hand in Hand mit den Technologiewerten weltweit seit Januar 2022 einen Abwärtstrend ausgebildet, andererseits habe sich der Titel trotz der geopolitischen Verwerfungen die letzten zwei Handelstage sehr stark präsentiert. Es wäre möglich, dass schon die heutigen Kurse Einstiegskurse seien, nachdem die wirtschaftliche Realität im Chipsektor besser nicht sein könnte. Die Werke von Infineon seien die nächsten zwei Jahre voll ausgelastet und es herrsche noch ein starker Nachfrageüberhang.
Das Geschäft von Infineon laufe glänzend und Experten sähen die Branche vor einer langen Wachstumsphase. Infineon habe Aufträge im Wert von über 31 Milliarden Euro in den Büchern. Damit seien die Werke des Münchener Chipherstellers für die nächsten zwei Jahre voll ausgelastet. Infineon könnte ein Vielfaches verkaufen, wenn der Dax-Konzern nur die nötigen Maschinen und das Personal hätte. Aber auch so laufe das Geschäft glänzend. Der Umsatz im abgelaufenen ersten Quartal im Finanzjahr 2022 sei um 20 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro gestiegen. Trotzdem würden die Investoren dem Chip-Boom misstrauen und auch beim Aktienkurs von Infineon beträchtlichen Schaden anrichten. Seit Anfang Januar 2022 bilde sich im Kurs ein Abwärtstrend aus, der streng genommen noch intakt sei.
Das Kursgeschehen sei aufgrund des Ukraine-Krieges schwer einzuordnen. Die vergangenen drei Handelstage würden einer Achterbahnfahrt gleichen. Der Kurs habe vom 23. Februar auf den 24. Februar in der Spitze um 7 Prozent nachgegeben, nur um am vergangenen Freitag mit plus 8 Prozent aus dem Handel zu gehen. Am Wochenende habe es den Anschein, als ob der Vormarsch der russischen Truppen ins Stocken geraten sei und der Konflikt weiter eskaliere. Sogar Deutschland erwäge die Lieferung von modernen Panzerabwehrwaffen an die Ukraine einerseits und stimme andererseits auch dem Ausschluss Russlands aus dem SWIFT-System zu.
Diese Eskalation könnte heute am Aktienmarkt wieder für stark sinkende Kurse sorgen. Trotz allem habe der Rebound vom vergangenen Donnerstag gezeigt, dass der Abwärtstrend in eine Bodenbildung übergehen könnte und sich die starken Kursverluste aufgrund der Rotation aus den Technologieaktien abschwächen sollte. Für eine Short-Strategie sei es wahrscheinlich schon zu spät, nachdem die Widerstandszone rund um den Level bei 29,76 Euro erreicht worden sei. Auch das erwartete KGV 2023/24 in Höhe von aktuell 17,32 sei für einen Wert in einer Wachstumsbranche nicht zu hoch angesetzt.
Mit einem Open End Turbo Long (WKN HB3PA2) könnten risikofreudige Anleger, die wieder einen steigenden Kurs der Infineon-Aktie in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 4,29 profitieren und das Ziel bei 35,02 Euro ins Auge fassen (1,11 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere betrage 23 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 28,12 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 0,42 Euro. Für diese spekulative Idee betrage das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1. (28.02.2022/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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