|
Analysen - Ausland
|
04.09.2023
Investmentidee: Ansteigende Fallzahlen - Impfhersteller im Fokus - Optionsscheineanalyse
Bank Vontobel Europe AG
|
www.optionsscheinecheck.de
|
München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von BioNTech (ISIN US09075V1026/ WKN A2PSR2) und Moderna (ISIN US60770K1079/ WKN A2N9D9) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Die Pandemie liegt nun schon eine Weile hinter uns und das Leben hat sich wieder normalisiert, so die Bank Vontobel Europe AG. Dennoch verzeichne Deutschland seit Wochen wieder einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Gerald Gaß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), habe in einem Interview mit der Rheinischen Post gewarnt: "Es gibt wieder höhere Infektionszahlen, es gibt auch wieder mehr Covid-positiv getestete Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen". Vor diesem Hintergrund könnten weitere Impfungen Abhilfe schaffen, weshalb BioNTech und Moderna bereits darum bemüht seien, eine Zulassung für ihre neuen Impfstoffe zu bekommen. Doch wie stark könnten die Impfstoffhersteller wirklich profitieren?
Es klinge wie eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten: Das Robert-Koch-Institut (RKI) melde seit einigen Wochen wieder einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Mit einer Abkühlung der Temperaturen und dem Beginn der Erkältungszeit könnte sich dieser Trend noch verstärken. Aktuell seien die Inzidenzwerte jedoch sehr niedrig. Manch einer möge sich noch an die 7-Tage-Inzidenz erinnern, welche die nachgewiesenen und registrierten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner angebe. Diese liege laut RKI aktuell bundesweit bei drei Fällen pro 100.000 Einwohnern. Zum Vergleich habe diese im März 2022 über der Marke von 1.500 gelegen. Somit bestehe aktuell wenig Grund zur Sorge. Nichtsdestotrotz müsse die Zahl vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass derzeit viel weniger getestet werde als in der Vergangenheit.
Gaß spreche derzeit nicht von einer Corona-Welle, er zeige sich jedoch besorgt darüber, dass die Zahlen im Herbst und Winter ansteigen könnten und somit mehr Covid-Fälle die Intensivstationen belasten würden. Grund hierfür sei eine fehlende absolute Immunität in der Bevölkerung. Zu den Covid-Infektionen könnten auch Nachholeffekte von anderen Atemwegserkrankungen kommen, die Kliniken belasten könnten, habe Gaß gegenüber der Rheinischen Post erklärt. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens gegen Grippe und die neue Covid-Variante zu impfen.
Um der Forderung von Gerald Gaß nachzukommen und eine Immunisierung bei Risikopatienten voranzutreiben, bedürfe es eines Impfstoffs, der an die neue Omikron-Variante "Eris" angepasst sei. Der Mainzer Hersteller BioNTech habe diesen bereits entwickelt und wolle ihn im September ausliefern. Dafür brauche BioNTech aber noch eine Zulassung. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) habe sich am vergangenen Mittwoch (30.08.2023) dafür ausgesprochen, den neuen Impfstoff in der EU zuzulassen. Die Aktie von BioNTech habe reagiert und an der US Börse NASDAQ mit einem Plus von ca. zwei Prozent bei USD 125,08 geschlossen. Das grüne Licht seitens der EMA sei jedoch nur ein Zwischenschritt, denn letzten Endes müsse die EU-Kommission über die Zulassung entscheiden. Für BioNTech könnte eine endgültige Freigabe durch die Kommission ein kleiner Lichtblick sein, denn im letzten Halbjahresbericht von Anfang August hätten die Mainzer einen signifikant geringeren Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2022 seien es noch 9,6 Milliarden Euro gewesen.
Darüber hinaus sei das Unternehmen im zweiten Quartal 2023 mit einem Minus von 190 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz, den BioNTech im Jahr 2023 mit Corona-Impfstoffen erwarte, liege bei ca. 5 Milliarden Euro. Diese Zahl werde wohl insbesondere auch von dem neuen Impfstoff abhängen. Langfristig wolle BioNTech laut CFO Jens Holstein mit einer Reihe von verschiedenen Therapien und Impfstoffen am Markt agieren. In diesem Zusammenhang solle der Fokus auf Onkologie und Infektionskrankheiten liegen. Im Allgemeinen könnte die mRNA-Technologie, welche unter anderem dem ersten Corona-Impfstoff von BioNTech zugrunde liege, dem Unternehmen in Zukunft von großem Nutzen sein.
Auch der US-Rivale Moderna habe einen neuen Impfstoff in der Pipeline, der auf die Freigabe der Food and Drug Administration (FDA) und des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA warte. Auch Moderna habe mit deutlichen Umsatzrückgängen zu kämpfen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Milliarden auf 2,2 Milliarden US-Dollar gefallen. Ähnlich wie BioNTech hätten die Amerikaner einen Verlust für das zurückliegende Quartal ausgewiesen. Dieser habe bei ca. 1,4 Milliarden Dollar gelegen. Ob die neuen Corona-Impfstoffe bei beiden Unternehmen diesem Trend entgegenwirken könnten, bleibe abzuwarten, da nach der Freigabe durch die Behörden auch die Nachfrage entsprechend vorhanden sein müsste.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel ein Call Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VM1CVN1/ WKN VM1CVN) auf die Aktie von BioNTech. Der Optionsschein sei mit einem Basispreis und einer Barriere in Höhe von USD 109,37 emittiert worden. Der Abstand zu Knock-out liege bei 10,63%. Der Hebel betrage 8,94. (Stand: 04.09.2023, 11:36:22)
Interessant sei zudem ein Put Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VU5BY94/ WKN VU5BY9) auf die Aktie von BioNTech. Der Optionsschein sei mit einem Basispreis und einer Barriere in Höhe von USD 135,65 emittiert worden. Der Abstand zu Knock-out liege bei 10,79%. Der Hebel betrage 8,60. (Stand: 04.09.2023, 11:42:07)
Eine Investmentidee sei zudem ein Call Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VM1CXN7/ WKN VM1CXN) auf die Aktie von Moderna. Der Optionsschein sei mit einem Basispreis und einer Barriere in Höhe von USD 101,84 emittiert worden. Der Abstand zu Knock-out liege bei 9,43%. Der Hebel betrage 9,93. (Stand: 04.09.2023, 11:30:13)
Eine Investmentidee könnte auch ein Put Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VM0DVC4/ WKN VM0DVC) auf die Aktie von Moderna sein. Der Optionsschein sei mit einem Basispreis und einer Barriere in Höhe von USD 125,22 emittiert worden. Der Abstand zu Knock-out liege bei 11,30%. Der Hebel betrage 8,41. (Stand: 04.09.2023, 11:56:10)
Erhöhtes Verlustrisiko: Wegen der Hebelwirkung bestehe bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).
Marktrisiko / Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats könne während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts falle.
Währungsrisiko: Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro sei und der Index Aktien und Wertpapiere enthalte, die in anderen Währungen notieren würden (z.B. US-Dollar), hänge der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch könne der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.
Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 01.09.2023) (04.09.2023/oc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|