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Analysen - Ausland
22.02.2000
Novo Nordisk Outperformer
WestLB

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Die Analysten der West LB erwarten, dass Novo Nordisk (WKN 862934) auf Basis eines durchschnittlichen Umsatzwachstums von rund 11 % p.a. (CAGR 1998-2003e) den Gewinn je Aktie um rund 14 % p.a. steigern kann.

Als mittelfristige Wachstumstreiber sehen die Experten die Einführung neuer Produkte im Indikationsgebiet Diabetes (70% des Umsatzes im Bereich Healthcare), sowie die Umstellung der US-Patienten auf das Pen-System. Das Ergebnis sollte insbesondere von der weiterhin positiven Entwicklung des margenstarken Produktes NovoSeven (Hämophilie), sowie durch anhaltende Margensteigerungen infolge eines verbesserten Produktmixes in den kommenden Jahren profitieren. Ab 2001 würden die beiden Geschäftsbereiche Healthcare und Enzyme getrennt börsennotiert werden, was die Transparenz erhöhe und zu einem Rerating des Wertes führen könne. Daher stufen die Investmentberater die Aktie mit einem auf PEG-Basis fundamental begründeten fairen Wert von 1100 DK weiterhin als Outperformer ein.

Novo Nordisk setze sich zusammen aus dem Bereich Health Care (79% des Umsatzes 1999e) und dem Enzymgeschäft (21%). Auf das Indikationsgebiet Diabetes entfielen mehr als 70 % des Umsatzes im Bereich Health Care. Weitere Segmente in diesem Bereich seien Gynäkologie, Wachstumsstörungen und Sonstige (NovoSeven-Hämophilie). Mittelfristig werde das schnellwirkende Insulinanalogon NovoRapid und die Umstellung der US-Patienten von Spritzen auf Pens die wichtigsten Wachstumstreiber für das Unternehmen sein. Einen weiteren Wachstumsbeitrag solle die kürzlich erfolgte Markteinführung von Prandin/NovoNorm (Typ II-Diabetes) in Europa sowie die starke Marktdurchdringung von NovoSeven leisten.

Novo Nordisk zähle zu den Marktführern bei Enzymen (Gesamtmarktanteil knapp 50 %), insbesondere bei Enzymen für die technischen Anwendungen sowie die Lebensmittelindustrie. In der Vergangenheit habe dieser Geschäftsbereich im Schatten des Geschäftsbereiches Healthcare gestanden. Die Analysten der West LB sind daher der Ansicht, dass für den Erfolg des Spinoff ein intensives (Pre-) Marketing notwendig sei.

Die neue Geschäftsführung für Healthcare bzw. Enzymgeschäft solle bis Ende 2000 ernannt werden. Im Hinblick auf die Maxime "Being best in business" gehen die Experten davon aus, dass dies speziell im Bereich Health Care zu einer weiteren Konzentration führen werde.



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