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Analysen - Ausland
19.09.2024
Turbo-Optionsschein auf Oracle: Beschleunigung von Cloudinfrastrukturgeschäft, AWS-Partnerschaft - Optionsscheineanalyse
DZ BANK

www.optionsscheinecheck.de

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Autor: Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK

Oracle beschleunigt das Cloudinfrastrukturgeschäft, stellt neue KI-Softwareanwendungen in Aussicht und verbessert auch die eigene Effizienz mit den weltweit einzigartigen autonomen Datenbanken. Über die AWS-Partnerschaft profitieren auch die Kunden bei den Multi-Cloud-Strategien davon. Die Aussicht auf weitere Wachstumsbeschleunigungen hat die Anhebung der langfristigen Ziele ermöglicht.

Hohe Nachfrage im Cloudinfrastrukturgeschäft übertrifft weiterhin das Angebot


Oracle machte als einer der weltweit führenden Hyperscaler bereits in den letzten Quartalen mit seinem starken Cloudgeschäft auf sich aufmerksam. Der Konzern will sich mit seinem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis von der Konkurrenz abheben. Die Gen 2-Cloudinfrastruktur soll Daten viel schneller und aufgrund des verbrauchsbasierten Abrechnungsmodells so auch kostengünstiger übertragen können. Das Management betonte bereits, dass sich die OCI-Erlöse im bereits laufenden Fiskaljahr 2025 in jedem Quartal weiter beschleunigen sollen, und damit ist Oracle somit auf Kurs. Es gibt demnach weiterhin eine hohe Nachfrage, Unternehmen die gemeinsam mit NVIDIA bereitgestellte Infrastruktur und Rechenleistung für geschäftskritische KI-Anwendungen verfügbar zu machen.

Bei den Clouddiensten stiegen die aus SaaS (Software) und IaaS (Infrastruktur) zusammengesetzten Erlöse auch im jüngsten 1. Quartal erneut um 21% auf 5,6 Mrd. USD an, wobei insbesondere die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) mit 2,2 Mrd. USD eine Wachstumsbeschleunigung von zuletzt 42% im vorangegangenen 4. Quartal auf 45% verzeichnen konnte. Dies gelang, obwohl der Bereich im Vorjahresquartal bereits ein Wachstum von 64% vorweisen konnte und der Jahresumsatz hier bereits auf 8,6 Mrd. USD kommt. Die höhere Auslastung und die Tatsache, dass OCI nicht nur Basisspeicher, Rechenleistung und GPUs, sondern auch viele andere Funktionen wie Datenbanken umfasst, lässt die OCI-Bruttomarge im letzten Quartal auch im zweistelligen Prozentbereich steigen. Auch abseits der Infrastrukturangebote entwickelt sich die Nachfrage nach branchenbasierten Cloud-Apps gut. Oracle stellt seine Angebote Fusion und NetSuite auf die eigenen autonomen Datenbanken um und erwartet dadurch auch selbst wie bei den Kunden "enorme Effizienzgewinne".

Cloud-Leistungsverpflichtungen legen um 80% zu - erstmals seit fünf Jahren auch sequenzieller RPO-Zuwachs im 1. Quartal

Weiterhin soll die hohe Nachfrage das Angebot übertreffen, was weiteren Spielraum nach oben signalisiert und Oracle zum Ausbau der eigenen Rechenzentren veranlasst. Eine insgesamt hohe Nachfrage signalisieren auch die um 52% auf 99 Mrd. USD gestiegenen vertraglichen Leistungsverpflichtungen (RPO), wobei auch mit einem sequenziellen Zuwachs im 1. Quartal dem in den letzten fünf Jahren saisonal bedingten Rücksetzer entgegengewirkt werden konnte. Insbesondere das Cloud-RPO wuchs dank mehrerer großer Verträge um 80% und macht drei Viertel des gesamten RPO aus. Insgesamt sollen 38% des RPO in den nächsten 12 Monaten als Umsatz ausgewiesen werden können.

Oracle besitzt derzeit 162 Rechenzentren - künftig sollen es 1.000 oder 2.000 Einrichtungen sein

Langfristig besteht der Plan auch darin, die heute bestehende Präsenz mit 162 aktiven und im Bau befindlichen Rechenzentren auf 1.000 oder 2.000 dieser Einrichtungen auszubauen. Oracle rüstet sich mit neuen Standorten für das Wettrennen beim Bau eines der weltweit leistungsstärksten künstlichen neuronalen Netzwerke. Das größte Rechenzentrum soll eine Leistung von 800 MW haben und wird mehrere Hektar NVIDIA GP-Cluster enthalten, mit denen die weltweit größten KI-Modelle trainiert werden können. Folgen soll schon bald der Baustart eines Rechenzentrums mit über 1 GW. Die notwendige Energie liefern dabei drei kleine modulare Kernreaktoren. Unterstützt wird damit der Aufbau von KI-Modellen, die von Ellison als "Pioniermodelle" bezeichnet werden und für ernsthafte Player in den nächsten vier bis fünf Jahren astronomische Kosten von über 100 Mrd. USD erfordern werden. Die Nachfrage nach Training für KI-Modelle dürfte in den nächsten fünf bis zehn Jahren anhalten. Um auch mittelgroße bis große Unternehmen für eine bessere Privatsphäre mit einer Oracle Private Cloud bedienen zu können, soll es aber auch kleine Rechenzentren mit 150 kW und künftig nur noch 50 kW geben.

Datenbanken neben SaaS und OCI als wichtiges drittes Standbein - Oracle Database@AWS mit neuer Amazon-Partnerschaft angekündigt

Zudem betont CTO Larry Ellison, dass es eine "enorme Nachfrage" von Kunden gebe, die mehrere Clouds nutzen möchten. Um den Kunden auch die gewünschte Auswahl und Flexibilität zu bieten, verbinden Amazon und Oracle nun AWS-Dienste nahtlos mit der neuesten Oracle-Datenbanktechnologie, einschließlich der Oracle Autonomous Database. Die Datenbanken sind somit nicht nur über OCI, sondern auch andere Clouds verfügbar. Dadurch können Daten über verschiedene Clouds und Anwendungen hinweg einfacher verbunden werden, während Oracle seinen Kundenstamm mit neuen Umsatzmöglichkeiten in den kommenden Jahren vergrößern dürfte. Verkündet wurde nach demselben Prinzip auch die allgemeine Verfügbarkeit mit der öffentlichen Google-Cloud, und auch Microsoft Azure ist bereits seit längerer Zeit ein Partner.

Skalierung ist der Schlüssel für Margensteigerung - Doppelte Geschwindigkeit bedeutet Hälfte der Kosten

Autonome Datenbanken sind völlig elastisch und bieten ähnlich wie bei Software-as-a-Service-Angeboten viel höhere Margen als das traditionelle Oracle-Geschäft. Dabei sorgen die Datenbanken für mehr Geschwindigkeit und dank der effizienten Nutzung für einen geringeren Hardwarebedarf. Werden etwa 500 Mikroprozessoren bei einem rechenintensiven Workload für drei Minuten benötigt, kann die Oracle-Datenbank darauf zugreifen und sie anders als bei anderen Datenbanken danach einfach wieder in den Pool zurückgeben. Da Oracle als einziger Anbieter all seine Rechenzentren unabhängig von der Größe gleich automatisiert, sollen Datenbanken, SaaS und andere Clouddienste höhere Margen liefern als bei der Konkurrenz. Und die Skalierung ist deswegen wichtig, weil die Kosten nur noch die Hälfte betragen, wenn die RDMA-Netzwerke doppelt so schnell laufen. Larry Ellison betonte dabei: "Und unsere Netzwerke sind viel schneller als die anderen Clouds."

Umsatz- und Gewinnerwartungen übertroffen - Wachstumsprognose für 2025 angehoben

Im abgeschlossenen 1. Quartal konnte der Gesamtumsatz um 6,9% auf 13,3 Mrd. USD (Konsens: 13,2 Mrd. USD) gesteigert werden. Auch der Nettogewinn stieg um 17% auf 1,39 USD je Aktie (Konsens: 1,32 USD). Die operative Marge stieg zudem von 41 auf 43%. Auf Sicht der letzten 12 Monate gab es auch einen starken Free Cashflow von 11,3 Mrd. USD, der Spielraum für Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen bietet. Das Management kündigte für das 2. Quartal ein Umsatzwachstum von 8 bis 10% sowie einen Gewinnanstieg von 6 bis 10% an. Der Cloud-Bereich soll mit 24 bis 26% schneller wachsen als im Vorjahr.

Am 12. September hat das Management auf einem Investorentreffen dann auch noch die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Statt 65 Mrd. USD wird der Umsatz nun auf 66 Mrd. USD kalkuliert. Bis zum Geschäftsjahr 2029 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 104 Mrd. USD. Oracle-Mitbegründer und Chief Technology Officer Larry Ellison erklärte, dass KI und Cloud-Infrastruktur weiterhin Chancen schaffen. Er erwähnte Kunden wie Elon Musks xAI sowie eine Vielzahl von Branchen weltweit, insbesondere in Europa. Zuvor hatte Oracle in der vergangenen Woche strategische Partnerschaften mit Amazon Web Services und Google Cloud bekannt gegeben.

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein auf Oracle Corp.

Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Oracle Corp. ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf Oracle Corp. (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DJ6AEX). Dieses Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo Long Optionsschein mit Basiswert Oracle Corp., wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Oracle Corp. zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 16.09.2024, DZ BANK AG/Online-Redaktion

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