Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -
TUI Aktie unter Beschuss: Hedgefonds setzen Millionen gegen den ReiseriesenTUI Aktie unter Beschuss: Hedgefonds setzen Millionen gegen den Reiseriesen
Die TUI-Aktie musste am 6. Juni 2025 erneut einen Rückschlag einstecken und verlor 0,22 % auf 7,248 EUR. Doch es sind nicht nur Marktkräfte, die hier am Werk sind – hedgefondsbasierte Leerverkäufer setzen weiter massiven Druck auf den Reisekonzern.
Besonders auffällig: Marshall Wace LLP, einer der weltweit aktivsten Shortseller, hat seine Wette gegen TUI erneut erhöht – von 2,00 % auf 2,13 %. Parallel dazu legte auch D. E. Shaw & Co., L.P. nach und steigerte seine Position von 1,09 % auf 1,10 %.
Marshall Wace LLP: Zweiprozent-Hürde deutlich überschritten
Die Shortquote von über 2 % macht Marshall Wace zum mit Abstand aggressivsten Spekulanten gegen die TUI-Aktie. Der Fonds ist bekannt für seine quantitativ getriebenen Handelsstrategien – und der Schritt vom 2,00 % auf 2,13 % ist mehr als eine Randnotiz. Er unterstreicht: Man rechnet intern weiterhin mit fallenden Kursen.
In einem schwankenden Marktumfeld und angesichts geopolitischer Unwägbarkeiten sowie inflationsbedingtem Konsumverhalten scheinen Hedgefonds einen Rückschlag im Reisesektor zu erwarten.
D. E. Shaw & Co., L.P.: Kleine Anpassung mit Signalwirkung
Auch wenn die Erhöhung der Position durch D. E. Shaw & Co. nur 0,01 % beträgt, ist der zeitliche Gleichklang mit der Aufstockung durch Marshall Wace auffällig. Beide Anpassungen erfolgten am selben Tag – dem 5. Juni 2025. Das lässt darauf schließen, dass eine neue Risikoeinschätzung der TUI-Aktie unter institutionellen Shortsellern kursiert.
Weitere Shortseller verstärken den Druck
Auch andere Adressen wetten gegen TUI. Die aktuellen Leerverkaufspositionen zeigen ein konsolidiertes Misstrauen gegenüber der Aktie:
- BlackRock Financial Management, Inc.: 0,80 %
- BlackRock Institutional Trust Company: 0,71 %
- Two Sigma Investments, LP: 0,59 %
- LMR Partners LLP: 0,51 %
In Summe ergibt sich ein Shortvolumen von deutlich über 5 % – ein klares Zeichen, dass institutionelle Investoren mehrheitlich mit Rücksetzern rechnen.
Warum TUI zur Zielscheibe wird
Die TUI Group hat sich nach der Corona-Krise zwar operativ stabilisiert, doch makroökonomische Risiken wie steigende Zinsen, geopolitische Unsicherheiten und ein verlangsamter Buchungstrend in Teilen Europas verunsichern die Märkte. Hinzu kommt die Frage nach der nachhaltigen Rentabilität des stark kreditfinanzierten Geschäftsmodells.
Für Shortseller wie Marshall Wace oder D. E. Shaw bietet das ein perfektes Setup: Volatiler Sektor, zyklisches Geschäftsmodell – und eine Aktie, die sich bereits in einem Seitwärtstrend bewegt.
Fazit: TUI unter Druck – doch was tun Anleger?
Der Short-Angriff ist deutlich sichtbar. Während die Aktie leicht verliert, nimmt der Druck im Hintergrund zu. Anleger sollten folgendes beachten:
- Shortpositionen über 2 % (wie bei Marshall Wace) sind ein ernstzunehmender Indikator.
- Wer investiert bleibt, sollte starke Quartalszahlen oder Buchungsupdates im Auge behalten.
- Antizyklische Investoren könnten die überverkaufte Stimmung als Einstiegschance sehen.
Die nächsten Handelstage könnten zeigen, ob sich die TUI-Aktie fängt – oder ob weitere Shortseller aufspringen.
Wenn du diesen Artikel nicht teilst, wetten die Hedgefonds vielleicht bald auch gegen deinen Freundeskreis. 😄📉
Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 6. Juni 2025
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.
(06.06.2025/ac/a/d)