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Analysen - Ausland
04.11.2003
Fiat neutral
Merrill Lynch

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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch nehmen die Aktie des italienischen Automobilkonzerns Fiat (ISIN IT0001976403/ WKN 860007) mit einem neutralen Rating wieder in ihren Bewertungskatalog auf.

Herbert Demel, der neue CEO von Fiat Auto, sehe sich einer ganzen Reihe von Herausforderungen gegenüber. Die Produktpipeline von Fiat sei mittelfristig ganz auf Kleinwagen ausgerichtet. Die Volumina könnten sich vielleicht ein wenig stabilisieren, doch die Margen würden sicher unter massivem Druck bleiben. Das Expertenteam rechne damit, dass der Trend zum Verlust von Marktanteilen bei Fiat anhalten werde. Dies sei ein Resultat der Tatsache, dass die Bedeutung von Fiat jenseits des Kleinwagensegments schwinde. Damit habe Kostendisziplin nun absolute Priorität, was aber angesichts festgelegter Produktionskapazitäten in Italien und daraus resultierender niedriger Auslastungsquoten schwierig werden dürfte.

Der Restrukturierungsplan des Fiat Konzerns setzte zwar Ziele für das Jahr 2006, doch auf dem Weg dorthin seien nur wenige Meilensteine eingebaut, um daran den konkreten Fortschritt zu messen. Der nächste Meilenstein sei der für 2004 avisierte Break Even auf Konzernebene, der trotz des erwarteten Verlustes von 0,5 Mrd. EUR in der Automobilsparte noch erreichbar sein könnte. Um das für 2006 gesetzte Ziel operativer Margen von 4,1% zu erreichen, müsse der Konzern allerdings einen Gewinn von nahezu 2 Mrd. EUR erzielen. Dies erscheine den Analysten unwahrscheinlich. Das EPS der Geschäftsjahre 2003 und 2004 werde bei -0,87 bzw. -0,29 EUR erwartet.

Diese Fakten erwägend sprechen die Börsenexperten von Merrill Lynch ein neutrales Rating für die hochvolatile Fiat Aktie aus.


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