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Analysen - Ausland
12.12.2003
EVN "under review"
Erste Bank

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Die Analysten der Erste Bank überarbeiten derzeit ihre Schätzungen für die Aktie von EVN (ISIN AT0000741053/ WKN 878279).

Am 10. Dezember habe der niederösterreichische Versorger EVN Zahlen zum Geschäftsjahr 2002/03 präsentiert. Sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT (EUR 102 Mio. im Vergleich zu der Schätzung von EUR 112 Mio. und einem Marktkonsensus von EUR 115 Mio.) seien die Zahlen enttäuschend gewesen. Der Jahresüberschuss hingegen habe die Schätzung der Analysten genau getroffen, was einem sehr guten Finanzergebnis und einer niedrigeren Steuerquote zu verdanken gewesen sei. Das operative Ergebnis sei durch das schwierige Umfeld nach der Vollliberalisierung des Strom- und Gasmarktes in Österreich unter Druck gebracht worden, was auch durch günstige Witterungsbedingungen (kalter Winter, heißer Sommer) nicht kompensiert worden sei.

In Summe habe das EBIT um 20% tiefer gelegen als im Vorjahr. Im Finanzergebnis seien es vor allem Währungseffekte in CHF und JPY gewesen, die positive Beiträge geliefert hätten. In Summe sei das Finanzergebnis von EUR 9,7 Mio. in 2001/ 02 auf EUR 42,8 Mio. in 2002/03 gestiegen, weshalb sich gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Jahresergebnisses um knapp 15% ergeben habe. Die Dividende werde von EUR 0,70 auf EUR 0,75 erhöht.

Für das nächste Jahr würden die Analysten aufgrund des anhaltend schwierigen Umfeldes und einer reduzierten Volatilität des Finanzergebnisses (die EVN habe sich gegen Währungsschwankungen nun abgesichert und werde daher nicht mehr ähnliche Kursgewinne wie zuletzt, aber auch keine Kursverluste erzielen) mit einem schwächeren Jahresergebnis rechnen.

Die Analysten der Erste Bank seien dabei ihre Schätzungen für EVN zu überarbeiten.



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