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Analysen - Ausland
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29.01.2004
McDonald's-Put abwarten
Wirtschaftswoche
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten den Put (ISIN DE0008377805/ WKN 837780) auf die Aktie von McDonald's (ISIN US5801351017/ WKN 856958) für ein chancenreiches Optionsschein-Investment, empfehlen jedoch weitere Entwicklung des Gesamtmarktes noch abzuwarten..
In dem US-Bundesstaat Washington sei vor einem Monat die erste mit BSE infizierte Kuh aufgetaucht. Doch die Fastfood-Konsumenten hätten dies bereits gut verdaut und würden ihren Essgewohnheiten treu bleiben. Auch die McDonald's-Aktie habe die Nachricht ebenso schnell weggesteckt. So sei der Kursabtaucher vom Dezember längst aufgeholt worden und das jüngste Zahlen frei von BSE-Spuren geblieben.
Im vierten Quartal habe die weltgrößte Fastfood-Kette die Ertragswende bestätigt. Ferner habe man schwachen Dollar Rückenwind bekommen. Der Nettogewinn habe 125,7 Mio. Dollar erreicht. Wobei im Vorjahr noch ein Minus von 343,8 Mio. Dollar ausgewiesen worden sei, was der erste Quartalsverlust der Unternehmensgeschichte gewesen sei.
Mittlerweile werde für die McDonald's-Aktie die Luft dünner. Der Aktienkurs habe sich seit März 2003 verdoppelt. Doch die Börse habe nach der Aufholjagd der letzten Monate die Restrukturierungsversuche nun ausreichen gewürdigt. Das 2004er KGV liege auf Basis der optimistischen Gewinnprognose bei 17. Auch aus charttechnischer Sicht sei der Dow Jones weitgehend ausgereizt und die Aktie stoße auf dem erreichten Kursniveau an Widerstände.
In Anbetracht der stabilen Verfassung des Gesamtmarktes sollten Anleger mit einer Put-Spekulation gegen McDonald's noch abwarten. Allerdings sei eine schnelle Reaktion empfehlenswert, sobald in den USA ein weiterer BSE-Fall bekannt werden sollte. Die Experten würden davon ausgehen, dass die nächste BSE-Kuh den Anlegern wahrscheinlich schwerer im Magen liegen werde.
Den von der Deutschen Bank aufgelegten Put auf die McDonald's-Aktie erachten die Experten der "Wirtschaftswoche" für ein chancenreiches Investment, empfehlen jedoch die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes abzuwarten.
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