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Analysen - Ausland
13.05.2004
Erste Bank neutral
Raiffeisen Centrobank

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Analyst Alfred Steininger von der Raiffeisen Centrobank stuft die Aktie der österreichischen Erste Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) von "übergewichten" auf "neutral" herab.

Erste Bank habe in den ersten drei Monaten 2004 den seit einigen Quartalen bestehenden Gewinnsteigerungstrend prolongiert. Das Betriebsergebnis sei um 19,3% auf 364,8 Mio. Euro gestiegen und das EGT habe sich um 49,1% auf 277,4 Mio. Euro verbessert. Die Betriebseinnahmen hätten sich um 10,5% auf 1.007 Mio. Euro erhöht, wobei das Provisionsergebnis mit einem Anstieg von 22,9% die höchste Dynamik aufgewiesen habe.

Das Nettozinsergebnis (+6,4% auf 656,9 Mio. Euro) stelle mit 65% weiterhin den Hauptumsatzbringer dar. Die Nettozinsmarge bezogen auf die risikogewichteten Aktiva sei mit 4,1% gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert geblieben. Die Verwaltungsaufwendungen seien um 6,1% auf 642,3 Mio. Euro (exkl. Postabank +2,7%) gestiegen, wobei das Österreichgeschäft mit einem Anstieg von 1,7% durch ein weiterhin striktes Kostenmanagement gekennzeichnet sei. Die Töchter in Zentral- und Osteuropa hätten das Betriebsergebnis um 19% auf 133,9 Mio. Euro (36,7% vom Konzern) gesteigert und das EGT um 25,6% auf 117,7 Mio. Euro (42,4% vom Konzern). Die Postabank Akquisition habe im ersten Quartal auf Basis des Betriebsergebnisses einen Beitrag von 13,4 Mio. Euro geleistet.

Für das Gesamtjahr 2004 rechne die Erste Bank mit einem leicht positiven Beitrag zum Konzernjahresüberschuss. Die Einmaleffekte im ersten Quartal (Erstanwendung IFRS 3, Abschreibung Verlustvorträge und Firmenwerte im Österreichgeschäft) hätten auf Basis Periodenüberschuss einen leicht positiven Effekt von 3 Mio. Euro gezeigt. Das Management habe die Ergebnisziele für 2005 erhöht. Diese würden nunmehr auf einen Jahresüberschuss von mind. 600 Mio. Euro (alt: 500 Mio. Euro), einen ROE von mind. 18% (alt: 16%) und eine Kosten/Ertragsrelation von max. 62% lauten.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank erhöhen ihre Gewinnschätzungen aufgrund der Erstanwendung von IFRS 3 und positiver Köst-Effekte (EPS 2004e: von 7,22 Euro auf 8,71 Euro; EPS 2005e: von 8,68 Euro auf 10,88 Euro; EPS 2006e: 11,73). Die Erste Bank werde auf Basis KGV 2004e und 2005e mit einem Multiple von 13,4 bzw. 10,7 bewertet. Das Kurs/Buchwertverhältnis 2004e bzw. 2005e belaufe sich auf 2,2 bzw. 1,9.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bestätigen ihren fair value von 125 Euro je Aktie, stufen jedoch die Erste Bank-Aktie aufgrund der starken Kursperformance der letzten Wochen von "übergewichten" auf "neutral" zurück.



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