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Analysen - Ausland
25.06.2004
Erste Bank weitere Kursphantasie
berlinvestor.de

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Nach Ansicht der Experten von "berlinvestor Börsenbriefe" besteht für die Aktie von Erste Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) weitere Kursphantasie durch das Osteuropageschäft.

Als das Bankunternehmen der österreichischen Sparkassen AG die Zahlen für das 1. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres vorgelegt habe, seien wieder einmal Stärken und Schwächen offensichtlich geworden. Das Geldinstitut habe zwar im abgelaufenen Quartal das beste Ergebnis in der Firmengeschichte vorlegen können, dennoch sei die Entwicklung auf dem Heimatmarkt wieder eine Enttäuschung gewesen - insbesondere das Retail Banking. Doch auch im Österreichgeschäft sei es zu einer Verbesserung auf der Kosten- und Ertragsseite gekommen. Die im 2. Halbjahr 2003 gestarteten Strukturmaßnahmen würden (wenn auch langsam) zu greifen scheinen. Der eigentliche Wachstumsmotor der Bank liege aber im Osteuropageschäft. In Tschechien und der Slowakei mache die Erste Bank ihren Namen bereits alle Ehre, in Ungarn hätten die Zahlen ebenfalls positiv überraschen können.

Anfang April habe die Aktie mit knapp 130 Euro ihr bis dato gültiges All-Time-High markiert. In einer scharfen Korrektur habe die Erste Bank-Aktie noch einmal ihren Unterstützungsbereich zwischen 112 und 117 Euro getestet. Im Zuge dessen sei auch gleich die gültige Aufwärtstrendlinie einer Prüfung unterzogen worden. Aktuell notiere die Aktie wieder knapp unterhalb ihres Allzeithochs. Ein Überschritten dieses Niveaus wäre ein klares prozyklisches Kaufsignal.

Trotz der zähen Entwicklung auf dem Heimatmarkt spreche Einiges für ein Engagement in diesem Wert. Nach der vollzogenen EU-Osterweiterung werde die Erste Bank ihre marktbeherrschende Position in Osteuropa weiter ausbauen und somit an der Wachstumsdynamik dieser Länder partizipieren können. Und dies mache die Bank unweigerlich auch als Übernahmeobjekt interessant. Auf Grund des Geschäftsmodells dürfte die Bank zudem von steigenden Zinsraten profitieren. Ein geplanter Aktiensplit im Verhältnis 1:4 sollte sich ebenfalls positiv auf den Aktienkurs auswirken.

Charttechnisch orientierte Investoren tätigen erste Käufe bei der Aktie von Erste Bank oberhalb des Allzeithochs, empfehlen die Experten von "berlinvestor Börsenbriefe".



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