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Analysen - DAX 100
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16.09.2004
BERU spekulativ
MWB Wertpapierhandelshaus AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der MWB Wertpapierhandelshaus AG sind der Meinung, dass sich ein Abwarten bei BERU (ISIN DE0005072102/ WKN 507210) für den spekulativen Anleger rentieren könnte.
Am 13.07.2004 habe man BERU mit einem Kursziel von 60,00 Euro zum Kauf empfohlen. Die Aktie habe in den letzten Tagen dieses Kursziel erreicht bzw. klar überschritten. Gestern sei die Aktie mit einem Dividendenabschlag gehandelt worden. BERU habe 1,10 Euro pro Aktie ausgeschüttet, womit auch auf dem aktuellen Niveau das Kursziel inklusive Dividende überschritten bleibe. Von der Nachrichtenlage her habe sich auf der Hauptversammlung einiges ergeben: Ein Vermögensverwalter aus Liechtenstein habe angeblich aus gut unterrichteten Quellen erfahren, dass der Großaktionär Carlyle (37,1%) und die Familie Birkel (22,9%) in den vergangenen 15 Monaten mit verschiedenen ausländischen Unternehmen Verkaufsgespräche geführt hätten. Der Vermögensverwalter vermute, dass zunächst die Anteile der Familie Birkel an Carlyle weitergereicht und dann an einen strategischen Investor verkauft würden.
Dabei könnte es zu einem Squeeze-out kommen und in der Folge die Gruppe zerschlagen werden. Als Interessenten würden angeblich die französische Valeo, das US-Unternehmen Borg Warner und die britische Tomkins in Frage kommen. Erst Ende August seien die Verhandlungen mit Borg-Warner nach einer eingehenden Unternehmensprüfung ergebnislos beendet worden. Nach bisherigen Verlautbarungen habe ein Unternehmen bereits ein Angebot zwischen 50 und 60,50 Euro je Aktie vorgelegt, was aber abgelehnt worden sei. Der Großaktionär Carlyle wolle angeblich mindestens 65 Euro je BERU-Aktie.
BERU-Vorstandschef Marco von Maltzan habe auf der HV für das laufende Geschäftsjahr die Prognosen bestätigt. Der Umsatz solle aus eigener Kraft um zehn Prozent gesteigert werden. Durch die Übernahme des französischen Zündkerzenherstellers Eyquem würden weitere drei Prozent hinzukommen sollen. Das operative Ergebnis solle analog wachsen. Neue Chancen erhoffe sich BERU von der Verbreitung des Rußfilters für Diesel-Pkw. BERU werde zwar keine Filter herstellen, sei aber bei den vor- und nachgelagerten Hochtemperatur-Sensoren führend.
Für den Spekulativen Investor könnte sich vor dem aktuellen Hintergrund das Abwarten auf einen höheren Kurs bei BERU rentieren, so die Analysten der MWB Wertpapierhandelshaus AG. Ein Stopp-Loss werde an der 200-Tageline bei 58,85 Euro empfohlen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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