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Analysen - Ausland
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03.08.2000
Global Crossing kaufen
Hornblower Fischer
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Das Ziel von Global Crossing besteht im Aufbau eines multinationalen Kommunikationsnetzes, das mit Hilfe von 101.000 Meilen Glasfaserkabeln 27 Länder in 5 Kontinenten verbinden soll, berichten die Analysten des Hornblower Fischer Researchteams.
Die Kunden des Unternehmens seien sowohl Telekommunikationsanbieter, als auch international operierende Konzerne und staatliche Stellen. Im abgeschlossenen Quartal sei beispielsweise ein Vertrag mit der britischen Regierung zum Aufbau eines in sich abgeschlossenen Netzwerkes (sog. Virtual private network VPN) abgeschlossen worden. Mit Hilfe dieses VPN´s wolle die britische Regierung Kontakt zu Konsulaten und Botschaften in 100 Ländern herstellen.
Am Dienstag nach Börsenschluss habe das Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal seines Geschäftsjahres veröffentlicht. Global Crossing habe einen Gesamtumsatz von 1,415 Milliarden USD erzielt und habe damit die Umsatzerwartungen in Höhe von 1,295 Milliarden USD deutlich übertroffen. Positiv sei insbesondere, dass nach 44 Prozent im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres und 51 Prozent im ersten Quartal jetzt bereits 59 Prozent der Telekommunikationsumsätze auf Datenübertragung entfallen würden. Im Gegensatz zur reinen Gesprächsübertragung fielen bei der Datenübermittlung zusätzliche nutzungsabhängige Gebühren an. Auch beim operativen Ergebnis habe das Unternehmen mit 435 Millionen USD die prognostizierten 392 Millionen USD recht deutlich übertroffen. Aufgrund hoher Akquisitionskosten stünde insgesamt jedoch ein Verlust von 504 Millionen USD oder 61 Cents pro Aktie zu Buche. Die Markterwartungen, die von einem negativen Ergebnis in Höhe von 63 Cents ausgehen würden, könnten damit ebenfalls übertroffen werden.
Positiv sei der im 2. Quartal abgewickelte Verkauf der Sparte für Telekommunikationsdienste im Nahbereich an Citizens Communications für 3,65 Milliarden USD zu werten. Hierdurch verdeutliche das Unternehmen zum einen seine Fokussierung auf das Kerngeschäft und könne zum anderen seinen für den weiteren Netzausbau notwendigen Cash-Bestand erheblich aufstocken. Für zusätzliche Kursphantasie dürfe die angekündigte Einführung von Tracking-stocks zweier Konzernbereiche sorgen. Mit dem Internetservicebereich Global Center sowie dem Asiengeschäft sollten zwei aussichtsreiche Unternehmensteile künftig eigenständig an der Börse notiert und so stille Reserven gehoben werden. Zudem habe der Vorstand angekündigt, die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr nach oben korrigieren zu wollen. Die Analysten der Hornblower Fischer raten aufgrund der guten Wachstumschancen weiterhin zum Kauf.
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