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Analysen - Ausland
05.10.2004
Norilsk Nickel noch nicht zu teuer
Performaxx-Anlegerbrief

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Die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" halten die Aktie von Norilsk Nickel (ISIN US46626D1081/ WKN 676683) für nicht zu teuer.

Nach der Empfehlung der Experten im Sommer dieses Jahres seien die Kurse der russischen Unternehmen zunächst noch weiter eingebrochen, als sich der Konflikt um Yukos dramatisch verschärft habe. Ihre Empfehlung Norilsk Nickel sei Ende Juli auf unter 40 Euro gefallen (Empfehlungskurs: 46 Euro). Wer die Nerven behalten habe, habe jetzt ein erstklassiges Unternehmen zu Ausverkaufspreisen im Portfolio - Risiken und Nebenwirkungen natürlich immer inklusive.

Anfang September habe Norilsk hervorragende Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt, zum ersten Mal nach internationalem Rechnungsstandard IAS. Demzufolge habe der Umsatz um 40% auf 1,58 Mrd. US-Dollar zugelegt, während sich der Nettogewinn auf 0,46 Mrd. US-Dollar mehr als vervierfacht habe.

Die Mehrheit der Aktien, nämlich über 60%, würden von Wladimir Potanin und Michail Prochorov gehalten, was ein Vorgehen wie im Fall Chordokovski zumindest unwahrscheinlicher erscheinen lasse. Interessant würden die in den letzten Quartalen durchgeführten Diversifizierungen von Norilsk im Goldsektor erscheinen. Über die Tochterfirma Polyus, die in den drei Hauptminen etwas mehr als 1 Mio. Unzen Gold jährlich zutage bringe, könne Norilsk über mehr als 40 Mio. Unzen Reserven verfügen. Allein diese Goldbeteiligung sollte einen Milliardenwert auf die Waage bringen, trotzdem sei die gesamte Marktkapitalisierung von Norilsk weiterhin nur im Bereich von etwa 13 Mrd. US-Dollar angesiedelt. Zuvor hätten sich die Russen auch mit 20% an der südafrikanischen Gold Fields beteiligt.

Deutlich höhere Bewertungen könnten zustande kommen, wenn das russische Industriekonglomerat seine Goldaktivitäten über einen Spin-off an die Börse bringe. Der Kurs von Norilsk hänge weniger von einzelnen Unternehmensnachrichten ab als vielmehr vom Gesamtmarkt Russlands. Bei Ausbleiben weiterer politischer Horrormeldungen könne und werde die russische Börse ihren unterbrochenen Aufwärtstrend wieder fortsetzen. Investoren würden schnell vergessen, nicht anders die Fonds, die ihre Mittel auf der Suche nach Überrenditen auch wieder nach Russland transferieren würden, wenn Gras über den Chordokovski-Fall gewachsen sei.

Nach Ansicht der Experten von "Performaxx-Anlegerbrief" sind die Aktien von Norilsk Nickel auch bei 52 Euro noch nicht teuer.



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