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Analysen - Ausland
07.10.2004
Enel Underperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Enel (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) weiterhin mit "Underperformer" ein.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres habe Enel den Nettogewinn um 71% auf 2,05 Mrd. Euro steigern können. Dabei habe der Konzern insbesondere vom Mittelzufluss in Höhe von 1,7 Mrd. Euro aus dem Börsengang der Tochter Terna profitiert, der zu einem Buchgewinn von 800 Mio. Euro geführt habe. Das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sei im Berichtszeitraum um 14,2% auf 5,3 Mrd. Euro gewachsen. Die Nettofinanzverschuldung habe per 30.09. bei 24,0 Mrd. Euro und damit auf vergleichsweise hohem Niveau gelegen. Insgesamt habe Enel mit dem vorgelegten Zahlenwerk im Rahmen der Erwartungen gelegen.

Enel habe von France Telecom deren restliche 26,6%-Anteile am Telekombetreiber Wind übernommen. Der Kaufpreis habe bei 1,33 Mrd. Euro gelegen. Der ursprünglich für 2003 vorgesehene Wind-Börsengang sei bis auf Weiteres verschoben worden und sei nun erst in 2005 zu erwarten. Die Kooperation mit dem französischen Versorger Electricité de France (EdF) könnte für Enel ein erster Schritt in den bislang als weitgehend abgeschottet geltenden französischen Markt sein.

Nach Erachten der Analysten würden für die Enel-Aktie die Risiken überwiegen: Das Bewertungsniveau sei innerhalb der Branche vergleichsweise hoch. Auch das Verschuldungsniveau sei im Branchenvergleich hoch. Zudem könnte die kurzfristig anstehende, umfangreiche Platzierung weiterer Staatsanteile für Kursdruck sorgen. Man erwarte nur eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie von Enel nach wie vor mit "Underperformer".

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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