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Analysen - DAX 100
17.08.2000
Dürr kaufen
LB Baden-Württemberg

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Dürr (WKN 556520) zählt zu den führenden Anbietern von Produktionssystemen für die Automobilindustrie, berichten die Analysten der LBBW.

Der Konzern gliedere sich in fünf Geschäftsbereiche: Paint Systems (Anteil am Konzernumsatz bzw. am EBITDA 1999: 60 %/ 68 %), Automotion (13 %/4 %), Environmental (6 %/ -9 %), Protecs (15 %/ 28 %), Services (6 %/ 9%).

Im ersten Halbjahr 2000 sei der Auftragseingang um 63 % auf 912 Mio. Euro angestiegen. Bereinigt um die seit 01.04.00 konsolidierte C. Schenck AG (Dürr-Beteiligung über 93 %) und die im Vorjahr nur mit zwei Monaten enthaltene Premier-Gruppe entspreche dies einem Zuwachs von ca. 29 %. Der Konzernumsatz habe mit 684 Mio. Euro um 68 % (bereinigt +26 %) über dem Wert des Vorjahres gelegen. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern,Zinsaufwand und Abschreibungen) sei überproportional um 88 % auf 34,2 Mio Euro gestiegen, bereinigt bedeute dies ein Wachstum von ca. 30 %.

Nach Abzug der deutlich gestiegenen Firmenwertabschreibungen und den höheren Finanzierungskosten habe das Ergebnis vor Steuern um 13 % auf 12,5 Mio. Euro gesteigert werden können. Dabei sei einerseits zu berücksichtigen, dass die Vorjahreszahlen noch auf HGB-Basis ermittelt worden seien, andererseits Schenck stichtagsbedingt nur einen unterdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag beigesteuert habe, der sich im weiteren Jahresverlauf noch deutlich verbessern dürfe. Der Geschäftsbereich Automotion habe sich in der ersten Jahreshälfte besonders positiv hervorheben können, da nicht nur der Auftragseingang mit 120 Mio. Euro bereits das gesamte Vorjahr überschritten, sondern auch die EBITDA-Marge mit 6,7 % deutlich über dem Niveau von 1999 mit 1,9 % gelegen habe.

Dürr sehe ein weiterhin günstiges Investitionsklima in der Automobilindustrie und eine Belebung der Projekttätigkeit in Asien, Südamerika und Teilen Osteuropas. Die Umsatzprognose sei leicht nach oben revidiert worden. Der Auftragsbestand von 1,28 Mrd. Euro per 30.06. sichere die Auslastung bis weit ins nächste Jahr hinein. Die Pläne zum Verkauf des Schenck-Geschäftsbereichs Verfahrenstechnik seien im Hinblich auf die positive Geschäftsentwicklung und Ansätze für Synergieeffekte aufgegeben worden.

Die LBBW-Analysten erwarten ganzjährig ein Umsatzwachstum von 44 % (bereinigt +5 %) auf 1,77 Mrd. Euro und einen Zuwachs beim Jahresüberschuss von 27 % auf 20,1 Mio. Euro. 2001 rechnen sie unter Einbeziehung von AIS mit einem Umsatzplus von 20 % und einem überproportionalen Anstieg beim Ergebnis von 58% .

Im Hinblick auf die sehr gute Marktstellung und den anhaltenden
Modernisierungs- und Rationalisierungsbedarf der Automobilindustrie sei das Unternehmen günstig bewertet. Die Experten empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf.



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