|
Analysen - Ausland
|
09.12.2004
IBM Outperformer
Stadtsparkasse Köln
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von IBM (ISIN US4592001014/ WKN 851399) mit "Outperformer" ein.
Der Pionier der Computerindustrie, IBM, wolle aus dem Geschäft mit Personal Computern (PC) aussteigen und diese Sparte für 1,25 Mrd. USD an die chinesische Lenovo-Gruppe verkaufen. Nach 13-monatigen Verhandlungen hätten beide Unternehmen vereinbart, dass Lenovo 650 Mio. USD in bar und 600 Mio. USD in Aktien bezahle. Gleichzeitig sollten die Chinesen IBM-Schulden für 500 Mio. USD übernehmen. IBM werde nach der Transaktion einen Anteil von 18,9 Prozent an Lenovo besitzen. Die künftig von Lenovo hergestellten PCs würden noch bis zu fünf Jahre das IBM-Logo tragen, bevor auf die Marke Lenovo umgestellt werde.
IBM-Chef Samuel Palmisano habe erklärt: "Die heutige Ankündigung stärkt IBMs Konzentration auf Unternehmen." IBM wollte schon lange aus dem PC-Geschäft aussteigen, da hier kein Geld verdient werde; damit sei dieser Schritt positiv zu bewerten. Gleichzeitig hätten IBM und Lenovo eine breite Allianz vereinbart. IBM werde PCs von Lenovo beziehen. Die IBM-Sparte Global Services werde im Gegenzug zum bevorzugten technischen Dienstleister für Lenovo und solle auch weiterhin Kundenfinanzierungen anbieten.
Die Transaktion solle im zweiten Quartal 2005 abgeschlossen werden. Lenovo werde mit seinem bisherigen Marktanteil von 2,2% und dem IBM-Anteil von 5,5% um fünf Ränge zum drittgrößten PC-Anbieter weltweit. Das kombinierte PC-Geschäft hätte im vergangenen Jahr Umsätze von 12 Mrd. USD eingebracht. Weltmarktführer sei die US-Firma Dell mit einem Anteil von 16,7%, gefolgt von Hewlett-Packard mit 15%. Den dritten Rang nehme zurzeit IBM ein.
Die IBM-Aktie wird von den Analysten der Stadtsparkasse Köln als Outperformer berwertet.
|