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Analysen - Ausland
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18.09.2000
Telecom Italia neutral
Helaba Trust
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www.optionsscheinecheck.de
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Helaba sieht bei Telecom Italia (WKN 852568) keinen Handlungsbedarf.
Dank Erstkonsolidierungseffekte (u.a. Nortel Inversora) hätten die Italiener den Umsatz im ersten Semester 2000 um 8,5% gg. VJ gesteigert - auf vergleichbarer Basis habe das Plus bei 2,1% gelegen. Auch der Anstieg beim Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) von 5,1% sei überwiegend auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen.
Innerhalb der Sparten habe sich das EBITDA höchst unterschiedlich (Festnetz: -9,3%; Mobilfunk: +14,5%) entwickelt, wobei sich bei der Mobilfunktochter TIM eine Abschwächung der Wachstumsdynamik abzeichne (EBITDA Q1: +18%; Q2: +11%). Auf Konzernebene sei ein Ergebnisplus von 7,5% erzielt worden.
Aufgrund von Veräußerungserlösen (u.a. Italtel, Sirti) werde das Konzernergebnis 2000 deutlich über Vorjahresniveau liegen. Das operative Geschäft dürfte angesichts der Preiserosion im Festnetz (Preise H1: –33%) und moderaterer Gewinnzuwächse bei TIM nur einstellig zulegen.
Die Belastungen aus UMTS sollten sich bei TI in Grenzen halten, da man sich auf Märkte mit bereits erschlossener Kundenbasis konzentriere (I, F, E) und auf teure Lizenzkäufe (D, UK) verzichtet habe. Aufgrund der verhaltenen Gewinndynamik und der Unsicherheit über den Ausgang der UMTS-Auktion in Italien behalte man trotz relativ günstiger Bewertung (EV/EBITDA-2001e: 7) zunächst die neutrale Gewichtung bei.
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