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Analysen - Ausland
02.02.2005
ARM mittelfristig einsteigen
BörseGo

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Nach der jüngsten Korrektur könnte sich nach Ansicht der Experten von "BoerseGo" ein mittelfristiger Einstieg bei der Aktie von ARM Holdings (ISIN GB0000595859/ WKN 913698) für risikobereite Anleger jetzt lohnen.

Zum Höhepunkt des Börsenbooms sei ARM Holdings an der Londoner Börse mit einer Marktkapitalisierung von rund zehn Milliarden Pfund bewertet worden. Dreistellige KGV's seien zu dieser Zeit eher die Regel denn die Ausnahme gewesen. Mit dem Platzen der Technologieblase sei aber auch der Aktienkurs von ARM regelrecht in sich zusammen gebrochen und habe bis September 2002 mehr als 95 Prozent verloren. Seit dem Tief habe sich die Notierung mehr als verdoppelt. Der Börsenwert von derzeit ungefähr einer Milliarde Pfund mute im Vergleich zu den alten Höchstständen aber nach wie vor eher beschaulich an.

Nachdem der Kurs derzeit gut 30 Prozent unter dem zwischenzeitlichen Erholungshoch von Anfang 2004 notiere, könnte sich mittelfristig der Einstieg durchaus lohnen. Denn ARM verfüge über eine herausragende Marktposition. Das Unternehmen sei der weltweit führende Chip-Designer. Bei der Chip-Herstellung gebe es bestimmte Basistechnologien, die auch bei neuen Produkten wieder verwendet werden könnten. Diese Basistechnologien wie beispielsweise die so genannten RISC-Prozessoren liefere ARM an große Halbleiterkonzerne wie Intel oder Texas Instruments.

Die Prozessoren würden breite Anwendung finden und kämen unter anderem in der mobilen Kommunikation, in der Unterhaltungselektronik oder auch in der Automobilindustrie zum Einsatz. Die Kunden von ARM würden eine Lizenz auf die Prozessoren erwerben und könnten auf dieser Basis neue Produkte entwickeln. Würden die Produkte vermarktet, erhalte das Unternehmen aus Cambridge weitere Lizenzzahlungen. Dabei verfüge ARM über eine herausragende Marktposition: Der Marktanteil betrage rund 80 Prozent.

Obwohl das Geschäftsmodell funktioniere und ARM auch nach dem Ende des Technologiebooms weiterhin hochprofitabel arbeite, habe die Aktie des ehemaligen Börsenstars im vergangenen Jahr unter Druck gestanden. Die Übernahme von Artisan Components für rund 800 Millionen Dollar sei von den Börsianern als zu teuer befunden worden. Mittelfristig sollte sich der Kauf des auf integrierte Schaltungen spezialisierten Unternehmens aber positiv auswirken und die Lizenzeinnahmen weiter steigen lassen.

Angesichts der glänzenden Marktposition und des zu erwartenden Wachstums ist die Aktie von ARM mit einem KGV von rund 20 derzeit nicht zu teuer und verfügt nach Ansicht der Experten von "BoerseGo" über Aufwärtspotenzial. Allerdings sei die Aktie des Chipdesigners hochvolatil und somit nur für spekulative Naturen geeignet.



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