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Analysen - Neuer Markt
03.11.2000
Micronas halten
LB Baden-Württemberg

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Auch nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist Micronas (WKN 910354) weiter auf Erfolgskurs, berichten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Der Umsatz habe zum Vorjahrswert um 46 % auf 336 Mio. CHF (229 Mio. CHF) gesteigert werden können. Mit einem Rekordgewinn im dritten Quartal von 19,9 Mio. CHF habe Micronas das sehr gute Ergebnis des zweiten Quartals 2000 (17,2 Mio. CHF) nochmals steigern können. Berücksichtige man jedoch den Einmalertrag aus dem Verkauf der MAS Oy-Anteile stagniere der Gewinn auf Vorquartalsbasis.

Von den Analysten würden diese Neunmonatszahlen als sehr gut beurteilt. Die Zahlen würden aber auch verdeutlichen, dass die Wachstumsdynamik abnehme. Auch der Ausblick des Managements auf das vierte Quartal scheine die Auffassung der Analysten zu bestätigen. Mit einer Jahresprognose des Nettoergebnisses von 60 Mio. CHF (ohne „Image und Video“-Konsolidierung) wolle man zwar eine konservative Planung andeuten, doch nach den bereits erreichten 52,5 Mio. CHF scheine damit wenig Spielraum für große organische Gewinnsteigerungen.

Die am 24. Oktober angekündigte Übernahme der Infineon Consumer-Elektronik-Sparte „Image und Video“ dürfte die Multimedia-Kompetenz von Micronas deutlich stärken. Die erworbenen weltmarktführenden Produkte für die Bildverarbeitung z.B. von Teletext oder in 100Hz-TV-Geräten ergänze die bestehende Audio-Kompetenz der Micronas deutlich. Der Erwerb werde als strategisch sinnvolle Entscheidung des Managements gewertet, obwohl der Kaufpreis kein „Schnäppchen“ darstelle und die geplante Kapitalerhöhung den Aktienkurs kurzfristig unter Druck bringen könnte. Auch würden die Analysten aufgrund des Verwässerungseffektes und der erwarteten Margenstagnation den erwarteten Gewinn je Aktie für 2000, 2001 und 2002 zurücknehmen.

Bei der Landesbank Baden-Württemberg sei man der Auffassung, dass Micronas insbesondere nach der Übernahme der Infineon-Sparte „Image und Video“ eines der interessantesten und wachstumsstärksten Halbleiterunternehmen Europas sei. Dennoch glaube man, dass aufgrund der abnehmenden Wachstumsdynamik und der Verwässerung des Gewinn je Aktie durch die Kapitalerhöhung vorerst keine deutliche Kurssteigerung zu erwarten sei. Die Aktie werde deshalb auf „Halten“ zurückgestuft.



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