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Analysen - Ausland
07.11.2000
Alcatel Marketperformer
LB Baden-Württemberg

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Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Alcatel (WKN 873102) eine Umsatzsteigerung von 50 % auf 7,9 Mrd. €, berichten die Analysten der LBBW.

Dabei hätten die Bereiche Netzwerke mit einem Wachstum von 99 % und Optics mit 40 % besonders herausgeragt. Im Netzwerksegment sei durch die vollständige Integration von Newbridge eine spürbare Belebung bei den Zugängen über das Festnetz (ADSL, ATM) festzustellen. Die Umsätze im Mobilfunkinfrastrukturbereich hätten sich hingegen eher Verhalten entwickelt. Im Bereich e-Business habe der Handyverkauf deutlich forciert werden können. Die EBIT-Marge im Konzern habe sich auf 7,8% belaufen und somit den Vorjahreswert (5,6 %) signifikant übertroffen. Belastet worden sei das Ergebnis jedoch durch hohe Lagerbestände aufgrund der weiterhin bestehenden Komponentenknappheit.

Das vierte Quartal von Alcatel sei traditionell ein sehr starkes. Für das Gesamtjahr rechnen die Analysten demzufolge mit einem Umsatzanstieg von ca. 38 % auf 31,8 Mrd. €. Aufgrund des erwarteten Rückgangs der Komponentenknappheit und dem damit einhergehenden Abbau der Lagerbestände dürfte sich die EBIT-Marge deutlich steigern lassen. Die Analysten der LBBW erwarten eine EBIT-Marge von 7,6 % für das Gesamtjahr (9 Monate 1999: 6,3 %). Alcatel habe die Prognosen für 2001 nochmals angehoben. Das Unternehmen gehe nun von einem Wachstum von mehr als 25 % aus. Das operative Ergebnis solle doppelt so schnell zulegen. In ihrer eigenen Studie gehen die Analysten der LBBW von einem Umsatzwachstum von 27% und einer EBIT-Marge von 9,0% aus. Die Nachfrage nach Breitbandlösungen sei nachwievor sehr hoch und Alcatel sei durch seine Produktlösungen sowohl in der optischen Datenübertragung als auch in den Switching-Technologien gut positioniert. Etwas skeptisch seien die Analysten jedoch hinsichtlich der Marktstellung im Mobilfunkinfrastrukturbereich gestimmt.

Aufgrund der positiven Geschäftszahlen der ersten neun Monate sowie des robusten Ausblicks für das nächste Jahr erhöhen die Analysten der LBBW ihre Gewinnschätzungen von 1,42 € je Aktie für 2000 auf 1,58 € und für 2001 von 2,09 € auf 2,29 €. Gleichzeitig nehme man aber die Einstufung der Aktie von Outperformer auf Marketperfomer zurück. Man sei der Auffassung, dass sich das Sentiment für Unternehmen aus dem Netzwerkinfrastrukturbereich etwas eingetrübt habe. Die Reaktion des Marktes auf die Veröffentlichung der Geschäftszahlen habe gezeigt, dass mittlerweile alle positiven Erwartungen im Kurs enthalten seien.


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