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News - Ausland
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10.11.2000
MOL Prozess
Dt. Investmentbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wie die Wertpapierexperten der Dt. Investmentbank berichten, würde heute der Prozess von MOL (WKN 890537) aufgrund der vorgeschriebenen Gaspreiserhöhung beginnen.
MOL sei bei dem Zivilprozess Kläger, angeklagt seien der Wirtschaftsminister, das Ministerium und die Regierung. Das Thema des Prozesses sei die 12%ige Gaspreiserhöhung, welche ab dem 1. Juli eingeführt wurde. MOL würde die Gaspreiserhöhung für gesetzwidrig halten. Wie schon bekannt sei, habe MOL dieses Jahr Verluste im Wert von 343 Mio. Euro im Gasgeschäftszweig erlitten. Die stark gestiegenen Importpreise hätten die Preiserhöhungen um 12% nicht kompensieren können. Grund für die Preiserhöhungen seien die Gasgesetze von 1994 und die dadurch entstandene Preisregulierung.
Laut Gesetz müssten die Gaspreise die Kosten beinhalten, die zum erfolgreichen Funktionieren eines Gasanbieters gebraucht würde. Die Gewinne zum Aufrechterhalten müssten auch gewährleistet werden. Bei den Preisuntersuchungen hätte das Wirtschaftsministerium die Preise nach der Preisformel bestimmen sollen. Stattdessen sei die Preiserhöhung um 12% nach Inflationsüberlegungen entstanden. György Matolcsy, Wirtschaftsminister habe gestern Reuters berichtet, dass er hoffe den Konflikt außergerichtlich lösen zu können.
Nach Meinung der Dt. Investmentbank sei die Chance dafür nicht sehr groß. Das Management von MOL sei den Aktionären gegenüber verpflichtet, den Prozess bis zum Ende durchzuführen. Falls es aber ohne ein Gerichtsverfahren zur Einigung kommen würde, habe Matolcsy die Möglichkeit die Gasmarktliberalisierung schon im nächsten Jahr einzuleiten. Diese Idee sei schon früher in Regierungsberichten zu lesen gewesen. Um zu entscheiden würden aber MOL und die Aktionäre etwas Konkretes brauchen, was sich aber bisher noch nicht abgezeichnet habe.
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