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Analysen - Neuer Markt
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24.11.2000
STEAG reduzieren
Nord LB
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Aktie der STEAG HamaTech AG (WKN 730900) stellt nach Ansicht der Aktienexperten der Nord LB derzeit keine interessante Anlage dar.
Der Konzern habe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen leichten Umsatzrückgang von 6% auf 162,8 Millionen Euro verzeichnet. Gegenüber einem Gewinn nach Steuern von 15,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal habe STEAG nun einen Verlust von 1,6 Millionen Euro hinnehmen müssen.
Die Auftragseingänge hätten sich nahezu auf 146,4 Millionen Euro halbiert. Die Geschäftszahlen zeigten wie schon im Vorquartal, dass im Kerngeschäftsfeld des Konzerns derzeit eine zyklische Marktsättigung eingetreten sei, die voraussichtlich nicht vor Mitte 2001 zu Ende sein werde.
Daneben wäre das Ergebnis von der schwierigen wirtschaftlichen Situation der US-Tochter stark negativ beeinflusst worden. Die dortige Produktion von Anlagen zur Herstellung vorbespielter CDs und DVDs für den Export nach Europa und Asien habe aufgrund der zunehmenden Dollarstärke ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren. STEAG habe die Notbremse gezogen und die Verlagerung weiter Produktionsteile von den USA nach Deutschland beschlossen.
Das Unternehmen zähle zu den Weltmarktführern im Bereich von Fertigungsanlagen für die Produktion von optischen Speichermedien. Hierbei sei man derzeit noch sehr auf das Geschäft mit der CD-R konzentriert. Aufgrund der schwachen Marktverfassung in diesem Segment und der Kosten für die Teileverlagerung der Produktion aus den USA nach Deutschland senke STEAG erneut die Prognose für das EBIT von bisher 21,5 Millionen Euro auf nunmehr einen Verlust von 31 Millionen Euro.
Bis zu einem signifikanten Turnaround bei der Auftragslage stelle die Aktie keine interessante Anlage dar, so die Analystenmeinung.
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