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Analysen - DAX 100
14.12.2000
Ergo accumulate
Hornblower Fischer

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Europas zweitgrößter Versicherer, die Ergo Versicherungsgruppe (WKN 841852), hat ihre Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr 2000 kürzlich um 50% nach oben angepasst, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.

Neben der guten Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr mache Ergo dafür Sondereffekte und eine Absenkung des Körperschaftssteuersatzes auf 25% verantwortlich. Aus heutiger Sicht werde der Nachsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 700 Mio. (466 Mio.) steigen. Die Gruppe habe signalisiert, dass sich die Prämieneinnahmen in 2000 mit einem Anstieg um knapp 6% auf 12,6 Mrd. Euro über dem Marktdurchschnitt entwickeln werden.

Für 2001 stelle Ergo eine Steigerung der Einnahmen um 8% bis 10% in Aussicht. Gleichzeitig wolle die Tochtergesellschaft des Hauptaktionärs Münchener Rück für 2000 eine höhere Dividende als im Jahr 1999 zahlen, als den Investoren 1,02 Euro für jede Aktie überwiesen wurden.

Ähnlich wie der deutsche Marktführer Allianz profitiere die Düsseldorfer Gruppe vom boomenden Geschäft mit Lebensversicherungsprodukten und Investmentfonds. Die Analysten von Hornblower Fischer gehen davon aus, dass besonders die größeren Versicherungsgruppen von diesem Trend begünstigt werden, da diese über die notwendigen Ressourcen und Distributionskanäle verfügen.

Zweifelsfrei würden Pensionsprodukte im Hinblick auf die bevorstehende Rentenreform der Bundesregierung reißenden Absatz finden. Die Analysten von Hornblower Fischer gehen davon aus, dass Ergo in diesen wachsenden Markt aussichtsreich positioniert sei, zumal die Zukäufe in Italien (Bayerische Vita SpA) und Polen (Hestia SA) das Geschäft weiter beflügeln dürften.

Obwohl die Aktie im laufenden Jahr mehr als 30% gestiegen sei, scheine das Potenzial des Versicherers noch nicht ausgereizt. Dennoch sollten Investoren mit ins Kalkül ziehen, dass die Aktie angesichts ihrer mittlerweile ambitionierten Bewertung (2000er PE von knapp 30) auf jegliche negative News aus dem Umfeld der Branche merklich abwärts korrigieren könnte.

In einer erstmaligen Einschätzung stufen die Analysten von Hornblower Fischer das Papier auf „accumulate“.



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