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Analysen - DAX 100
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27.12.2000
E.ON akkumulieren
AC Research
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Die Analysten von AC Research stufen die E.On-Aktie (WKN 761440) aktuell mit akkumulieren ein.
Unter rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten hätte das Unternehmen die Talsohle mittlerweile durchschritten, so AC Research. Zwar weise der neuformierte Konzern für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres immer noch ein Minus beim Betriebsergebnis von 9% bzw. bei der größten Sparte, dem Stromgeschäft, einen Rückgang von 30% aus. Im dritten Quartal habe der Rückgang jedoch nur noch knapp 10% bzw. 16 Mio. Euro betragen.
Deutlich besser als im Vorjahreszeitraum konnten hingegen das Ölsegment, die Chemie sowie die Industrie- und Logistikaktivitäten abschneiden. Der Telekommunikationsbereich werde im laufenden Jahr letztmalig einen hohen Verlust ausweisen, da die wesentlichen Beteiligungen aus diesem Bereich spätestens Mitte des nächsten Jahres verkauft seien. Dies gelte auch für die defizitäre Waferproduktion, die bereits das 2001er Ergebnis nicht mehr belaste. Darüber hinaus erwarte man im kommenden Jahr weitere operative Verbesserungen in der Chemie, Logistik sowie bei den Immobilien. Letztgenannte Sparte soll börsenfähig gemacht werden. Die angekündigten Kraftwerksstillegungen machen sich hingegen erst langfristig bemerkbar.
Mit der Konzentration der Aktivitäten auf Energie/Chemie komme das Unternehmen ebenfalls gut voran. Die im Zuge der Fusion mit VIAG ergangenen Fusionsauflagen seien im Wesentlichen erfüllt. Mit der Trennung von weiteren Beteiligungen bzw. Aktienpaketen rechne man im Verlauf des Jahres 2002.
Entsprechend gehen die Analysten nach einem Gewinn je Aktie in Höhe von 2,80 Euro im laufenden Jahr von 3,50 Euro in 2001 und 4 Euro in 2002 aus. Mit einem aktuellen KGV von 18 auf der Basis der Gewinne des kommenden Jahres sei die Aktie noch nicht zu hoch bewertet. Aufgrund der bestehenden Ergebnisfantasie und der Möglichkeit weiterer Verstärkungen in den Kerngeschäftsfeldern sollte sich die Aktie überdurchschnittlich entwickeln.
Zwar bestehe die Gefahr, dass bei einer Erholung der Technologiewerte die Aktie im Vergleich zurückfalle. Jedoch sollte dies nur vorübergehender Natur und an den mittelfristig positiven Aussichten von E.ON nichts ändern.
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