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Analysen - Ausland
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28.12.2000
GlaxoSmithKline halten
Hornblower Fischer
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Die seit langem ersehnte Fusion der britischen Pharmaunternehmen Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham zum weltweit größten Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline Plc (WKN 940561) ist nach der Genehmigung der US-Wettbewerbsbehörde in der letzten Woche endgültig über die Bühne gegangen, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Die Aktie sei am Mittwoch zum ersten Mal an der London Stock Exchange notiert worden. Der neu entstandene Konzern stehe vor der Herausforderung, die Zweifel auszuräumen, die einen früheren Zusammenschluss behindert hätten. Im ersten Anlauf zu Beginn des Jahres 1997 sei der Merger durch Eitelkeiten der beiden Firmenchefs vertan worden, da beide bei der Besetzung der Führungspositionen damals keine Einigung erzielen konnten.
Die Vorteile dieser Megafusion würden nach Einschätzung der Analysten von hornblower Fischer in der Konzentration der Forschungsinvestitionen und der Produktpipelines zweier Großkonzerne liegen. Das jährliche R&D-Budget steige auf etwa 2,5 Mrd. Pfund. Die dafür durch den Verkauf dreier Produkte gemachten Eingeständnisse an die Wettbewerbskontrolle würden sowohl wirtschaftlich als auch strategisch akzeptabel erscheinen. Neben diesen Aspekten sei die Rolle des nach Marktanteilen weltweit führenden Pharmakonzerns zu beachten.
Der Zusammenschluss lasse insbesondere Synergieeffekte im Hinblick auf eine gestärkte Vertriebsstrukturen erwarten. Die Risiken würden in erster Linie in der praktischen Umsetzung eines Zusammenschlusses liegen. GlaxoSmithKline könne in einer ganzen Reihe von therapeutischen Feldern mit einer führenden bzw. sehr starken Marktposition aufwarten. Dies seien insbesondere der Bereich der Impfseren, Atemwegserkrankungen, Infektionserkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems sowie des Magen- und Darmtraktes.
Trotz dieser auf den ersten Blick aussichtsreichen Ausgangsstellung würden seit geraumer Zeit skeptische Kommentare seitens einzelner Investmentbanken über die Produktpipeline des neuen Gebildes die Runde machen. Investoren, die ein Engagement erwägen, sollten dies in Anbetracht ziehen. Darüber hinaus würden beide Konzerne eine ambitionierte Bewertung aufweisen, so dass jegliche Enttäuschungen zu ansehnlichen Kursverlusten führen könnten.
Vor diesem Hintergrund würden die Analysten von Hornblower Fischer GlaxoSmithKline Plc. in einer erstmaligen Einschätzung auf Halten einschätzen.
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