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News - Marktberichte
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13.06.2005
Wall Street: Leichte Abschläge, Morgan Stanley im Fokus
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Die Wall Street startet am Montag leichter in den ersten Handelstag der neuen Woche. Nachdem die Märkte am Freitag nur knapp behauptet aus dem Handel gehen konnten, können heute weder wichtige Konjunkturmeldungen noch relevante Quartalszahlen für Stimmung sorgen. Auch aus Asien und Europa kommen keine Impulse - der Nikkei schloss nahezu unverändert und auch bei den europäischen Indizes überwiegen rote Vorzeichen.
Da Quartalszahlen heute außer denen von Warner Music Mangelware sind, konzentrieren sich die Börsianer auf die Meldung der Investmentbank Morgan Stanley, die ihre Prognosen revidiert hat und den Rücktritt ihres Chairman und CEO angekündigt hat.
Der Dow Jones notiert kurz nach Handelsbeginn mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 10.483,67 Punkten. Der Technologieindex NASDAQ Composite verliert ebenfalls geringfügig und notiert bei 2.061,86 Zählern (-0,06 Prozent).
Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) geht für das zweite Quartal von einem Gewinnrückgang aus. Wie der Konzern bekannt gab, wird der Gewinn im laufenden Quartal um etwa 15 bis 20 Prozent unterhalb des Vorjahresresultats von 1,10 Dollar je Aktie liegen. Begründet wurde die Gewinnwarnung mit der unvorhergesehen schwachen Entwicklung des Gesamtmarktes. Analysten erwarten einen Gewinn in Höhe von 1,08 Dollar je Aktie. Gleichzeitig erklärte der Chairman und CEO von Morgan Stanley, Philip Purcell, dass er von seinen Ämtern zurücktreten und in den Ruhestand gehen wird. Der 61-Jährige wird dabei so lange im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden wird. Mit seinem Rücktritt reagiert Purcell eigenen Angaben zufolge auf die immer weiter zunehmenden Angriffe auf seine Person in der jüngsten Vergangenheit. Zuvor hatte es in verschiedenen Medienberichten Spekulationen über einen Rauswurf von Purcell durch das Konzernmanagement gegeben.
Die Warner Music Group Corp. (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8) konnte im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückkehren. Wie die erst kürzlich gelistete Tochter des Medienkonzerns Time Warner bekannt gab, verbuchte die Plattenfirma im Berichtsquartal einen Nettogewinn von 4 Mio. Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 48 Mio. Dollar angefallen war. Der Konzernumsatz kletterte von 735 Mio. Dollar um 4,4 Prozent auf 767 Mio. Dollar. Wesentlichen Anteil an der Erlösverbesserung hatte dabei der Geschäftsbereich Digital Music, der im Berichtszeitraum einen Umsatz von 35 Mio. Dollar erzielen konnte, nachdem im gesamten abgelaufenen Fiskaljahr in diesem Segment ein Erlös von 32 Mio. Dollar erzielt werden konnte.
Wie das "Wall Street Journal" berichtet, schließen sich die Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) und die United Technologies Corp. (ISIN US9130171096/ WKN 852759) bei der Ausschreibung eines Auftrags der U.S. Air Force zusammen. Der Flugzeughersteller und der diversifizierte Technologiekonzern hatten bereits im vergangenen Jahr bei einem gemeinsamen Helikopter-Programm der U.S. Army zusammengearbeitet. Der Zeitung zufolge geht es bei dem nun anstehenden Auftrag um einen Such- und Rettungshubschrauber. Wie United Technologies separat bekannt gab, rechnet man für 2005 weiterhin mit einem Ergebniswachstum von 12 bis 16 Prozent gegenüber 2004. Unter Berücksichtigung des 2:1 Aktien-Split erwartet der Konzern demnach ein EPS-Ergebnis von 2,95 bis 3,07 Dollar.
Der IT-Dienstleister Affiliated Computer Services Inc. (ACS) (ISIN US0081901003/ WKN 892868) meldete , dass er mit dem Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) einen siebenjährigen Vertrag im Gesamtwert von 610 Mio. Dollar geschlossen hat. Im Rahmen des Vertrags wird ACS dem Disney-Konzern, der im Mai die Streichung von 3.000 IT-Arbeitsplätzen angekündigt hat, IT-Infrastruktur-Services für dessen globales Datennetzwerk sowie Client Services zur Verfügung stellen.
Der IT-Dienstleister Computer Sciences Corp. (CSC) (ISIN US2053631048/ WKN 855862) gab bekannt, dass seine Tochter CSC Computer Sciences International Inc. beabsichtigt, die in Singapur ansässige CSA Holdings Ltd. vollständig zu privatisieren. Demnach will die CSC-Tochter, die bereits mit 74 Prozent an CSA Holdings beteiligt ist, auch die restlichen Anteile für 2,05 Singapur-Dollar (SGD) erwerben. Damit wird die 26 Prozent-Beteiligung mit 71,25 SGD bewertet. CSA ist eines der größten integrierten IT-Unternehmen in Asien und beschäftigt 2.400 Mitarbeiter in Tochtergesellschaften in Singapur, Malaysia, Hongkong, China, Thailand und Indonesien.
Das Board des US-Medienkonzerns News Corp. Inc. (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) hat ein groß angelegtes Aktienrückkaufprogramm genehmigt. Wie der Konzern bekannt gab, sollen in den kommenden zwei Jahren eigene Anteilsscheine im Gesamtwert von bis zu 3 Mrd. Dollar über die Börse zurückgekauft werden. Dabei handelt es sich um Aktien der Serie A und B, welche im Rahmen des Rückkaufprogramms gleichberechtigt erworben werden sollen.
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