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Analysen - Ausland
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09.03.2001
ASM Lithography reduzieren
Commerzbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Commerzbank belassen weiterhin bei den Aktien der niederländischen ASM Lithography Holding (WKN 894248) ihre Einschätzung „Reduzieren“. Den fairen Wert der Aktie sehe man bei 24 Euro.
Die Fusion von ASM Lithography Holding mit der Silicon Valley Group habe einen weiteren Rückschlag beim Aktienkurs verursacht, als der Exon-Florio-Untersuchungsaussuß eine Untersuchung um weitere 45 Tage ankündige. Hinsichtlich der heiklen Anträge der Produkte des Herstellers optischer Linsen – Tinsley – gebe es immer mehr Bedenken zu. Obwohl die Analysten der Ansicht seien, dass die Transaktion durchgeführt werde, erscheine es immer wahrscheinlicher, dass dies ohne Tinsley geschehen werde.
Das Sentiment hinsichtlich der Fusion von ASML mit Silicon Valley Group erleide durch diesen verzögerten Abschluss einen weiteren Rückschlag. Dies entspreche jedoch den Erwartungen, da diese Angelegenheit mit der Zeit immer heikler geworden sei. Die Regierung habe hinsichtlich des US-Herstellers von optischen Linsen, Tinsley, das in der Vergangenheit Produkte für das US-Militär und andere wissenschaftliche Projekte herstelle, Bedenken. Die Regierung befürchte, dass Schlüsseltechnologien und –kompetenzen der USA direkt in Nicht-US-Hände gelangen würden.
ASM stünden bereits die Schlüsselkompetenzen seines Geschäftspartners Carl Zeiss, dem Spezialisten für optische Linsen, zur Verfügung. Folglich wäre der Einschluss von Tinsley in diesem Deal zwar ein zusätzlicher Bonus, jedoch nicht ausschlaggebend für den Erfolg der beiden Konzerne. Laut ASM versichere es der US-Regierung, dass es weiterhin in Tinsley investieren werde und sich gleichzeitig im Wettbewerb um zukünftige Militärprojekte bewerben werde. Diese Versicherungen würden den strikten Anforderungen des Exon-Florio-Untersuchungsausschusses bislang jedoch nicht zu genügen.
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