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Analysen - Ausland
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05.08.2005
Hewlett-Packard-Call chancenreich
Der Aktionär
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten des Anlegermagazins "Der Aktionär" halten den Call-Optionsschein (ISIN DE000GS0DT57/ WKN GS0DT5) auf die Aktie von Hewlett-Packard (ISIN US4282361033/ WKN 851301) für ein chancenreiches Investment.
Seit dem Machtwechsel bei Hewlett-Packard Anfang Februar diesen Jahres gehe es mit dem Computerriesen wieder bergauf. Der Aktienkurs habe am Tag des Rausschmisses von Carly Fiorina zeitweise um 10,5 Prozent zulegen können. Insgesamt habe das Papier seit Februar um 20 Prozent zugelegt. Der S&P 500 könne während dessen lediglich ein Plus von unter fünf Prozent aufweisen. Auch im operativen Geschäft würden sich positive Ansätze zeigen.
Mark Hurd, der Nachfolger von Carly Fiorina, habe sich in den letzten Monaten mächtig ins Zeug gelegt. Er habe sich tausende Verbesserungsvorschläge von Angestellten durchgelesen, sei mit dem Vertrieb vor Ort bei den Kunden gewesen und habe sich in die Strukturen des Konzerns eingearbeitet. Hurd habe als erstes Resultat die noch unter Fiorina beschlossene Zusammenlegung der Drucker- und PC-Sparte gestoppt. Ziel sei es, Hewlett-Packard noch schlanker und damit wendiger zu machen, um schneller auf zukünftige Marktentwicklungen reagieren zu können.
Dass dieses Ziel nicht ohne den Abbau von Stellen erzielt werden könne, sei vielen schon vorher klar gewesen. 15.000 Mitarbeiter, rund zehn Prozent der Belegschaft, müssten das Unternehmen verlassen. Die Einsparungen aus der neuen Konzernstruktur sollten ab 2007 rund 1,9 Mrd. USD jährlich betragen. Rund die Hälfte des Geldes werde reinvestiert, der Rest solle dem Gewinn gutgeschrieben werden.
Mit einem Umsatz in Höhe von 21,6 Mrd. USD und einem Gewinn von 0,37 USD beim Ergebnis habe das zweite Quartal ein solides Ergebnis geliefert. Das Wachstum solle in den verbleibenden beiden Quartalen fortgeführt werden. Es solle ein Jahresüberschuss von 1,48 USD je Aktie erreicht werden. Das entspreche einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem letzten Geschäftsjahr.
Der Turn-Around sei geglückt. Der begonnene Konzernumbau zeige bereits erste Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Doch es sei davon auszugehen, dass es noch mindestens neun bis zwölf Monate dauern werde, bis die Änderungen voll auf die Ergebnisse durchschlagen würden. Wer Geduld habe, sollte sich schon heute eine Position ins Depot legen. Mit dem vorgestellten Warrant könnten risikobereite Anleger die künftigen Kursgewinne mit einem Faktor von 5,2 hebeln. Sollte die Hewlett-Packard-Aktie auf die erwarteten 30 USD (26 Euro) steigen, verdopple sich der Wert des Optionsscheins.
Vor diesen Hintergründen erachten die Experten von "Der Aktionär" den von Goldman Sachs lancierten Hewlett-Packard-Call als chancenreiche Anlagestrategie.
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