Logo
Analysen - Ausland
20.03.2001
AT&T Comeback
Finanzen

www.optionsscheinecheck.de

Entgegen sonstiger Börsengepflogenheiten beflügeln derzeit nicht Fusionsgerüchte die AT&T-Aktie (WKN 868400), sondern das genaue Gegenteil: die Verkleinerung, so die Experten von Finanzen.

Die Aktionäre würden auf eine Aufspaltung des Telefonriesen in vier einzelne Unternehmenhoffen. Die entsprechenden Pläne für eine Aufspaltung in vier einzelne Unternehmen würden bereits seit einiger Zeit in der Schublade von AT&T-Chef Michael Armstrong liegen. Doch noch zögere er, weil die Gewerkschaften Druck machten. Sie befürchteten, dass durch die Aufspaltung 15 bis 20 Prozent der 147000 Angestellten ihren Job verlieren würden. Die Analysten seien indes begeistert. Sie gingen davon aus, dass vier „Baby-AT&Ts“ in der Summe deutlich mehr wert seien als der Gesamtkonzern in einem Stück.

Bevor es aber zu einer Zerschlagung komme, solle eine Schlankheitskur die Profitabilität steigern. So verkaufe der Telefon-Konzern Unternehmensteile, die strategisch nicht mehr wichtig seien - wie beispielsweise das hauseigene Kabelsystem. Auch die zehnprozentige Beteiligung an Japan Telecom werde für 1,5 Milliarden Euro an den britischen Konkurrenten Vodafone verhökert. Insgesamt sollten mehr als fünf Milliarden Euro an Verkaufserlösen die Schuldenlast mildern und die Liquidität erhöhen.

Charttechnisch verführe das AT&T-Papier: Gelinge der Ausbruch aus dem Seitwärtstrend mit Überwinden des 25-Dollar-Widerstandes, würden neue Kaufsignale ausgelöst. Da der Kurs der Aktie starken Schwankungen unterliege, sollten Warrant-Jäger jedoch unbedingt bei 20 Dollar die Notbremse ziehen und verkaufen, so die Experten.

Calls auf AT & T gebe es unter anderem von der Citibank (WKN 651078, Laufzeit 01/02, Basis 22,50 USD), Goldman Sachs (WKN 635912, Laufzeit 03/02, Basis 27,50 USD) und UBS Warburg (WKN 592245, Laufzeit 12/01, Basis 25 USD).


© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de