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News - Ausland
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26.03.2001
Sulzer U. Roost legt Amt nieder
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Der Verwaltungsratspräsident der Sulzer AG (WKN 854367) sowie der Sulzer Medica AG (WKN 907526), Ueli Roost, hat die Verwaltungsräte der beiden Firmen darüber informiert, dass er nicht nur - wie bereits angekündigt - das Amt des CEO und Präsidenten der Sulzer AG, sondern auch das VR-Präsidium der Sulzer Medica AG niederlegt. Hierzu die aktuelle Pressemitteilung:
Der Rücktritt aus allen Funktionen erfolgt mit sofortiger Wirkung. Damit will Ueli Roost beiden Unternehmen in der aktuellen Phase des Übergangs und der Neuausrichtung möglichst viel Handlungsspielraum verschaffen. "Ich werde sehr stark mit der im vergangenen Herbst am Aktionärswiderstand gescheiterten Fusion von Sulzer und Sulzer Medica identifiziert. Dadurch biete ich im laufenden Übernahmekampf für das Unternehmen eine zusätzliche Angriffsfläche", begründet Ueli Roost seinen Entscheid. "Nach reiflicher Überlegung bin ich deshalb zum Schluss gekommen, dass mein sofortiger Rücktritt den Interessen des Unternehmens am besten entspricht." Die Verwaltungsräte der beiden Gesellschaften respektieren den Entscheid von Ueli Roost und danken ihm für die geleisteten Dienste.
Der Verwaltungsrat der Sulzer AG hat Dr. Leonardo Vannotti per sofort zu seinem Präsidenten ernannt und mit der weiteren Vorbereitung und Führung der ordentlichen Generalversammlung vom 19. April 2001 beauftragt. Dr. Max Link, derzeitig VR-Vizepräsident der Sulzer Medica AG, übernimmt ab heute das Verwaltungsratspräsidium der börsenkotierten Sulzer-Tochter. Der neue VR-Präsident von Sulzer, Leonardo Vannotti, zur aktuellen Entwicklung: "Wir haben mit der für dieses Jahr geplanten Trennung von Sulzer und Sulzer Medica den richtigen Weg in die Zukunft eingeschlagen. Beide Unternehmen verfügen über erfolgversprechende und wertschaffende Strategien. Es geht jetzt darum, im Interesse unserer Aktionäre die unfreundliche Machtübernahme durch die InCentive Capital AG an unserer Generalversammlung zu verhindern."
Sulzer hat bereits früher davor gewarnt, dass die InCentive an der Generalversammlung vom 19. April versucht, durch die Abwahl des derzeitigen Verwaltungsrats bzw. Zuwahl eigener Repräsentanten die Kontrolle über Sulzer zu gewinnen, bevor das Resultat des Übernahmeversuchs vorliegt. Sulzer empfiehlt deshalb ihren Aktionären, an der Generalversammlung gegen die Anträge der InCentive zu stimmen. Sulzer hatte bereits am 23. Februar das vorangekündigte Übernahmeangebot mit Verweis auf den zu tiefen Preis und die fehlende Strategie abgelehnt.
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