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Analysen - Nebenwerte
14.01.2021
Turbo Long 18,1874 open end auf Encavis: Gelungene Kombi für schnelleres Wachstum - Optionsscheineanalyse
DZ BANK

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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Encavis (ISIN DE0006095003/ WKN 609500) einen Turbo Long 18,1874 open end (ISIN DE000DFY8JY4/ WKN DFY8JY) mit dem Basiswert Encavis vor.

Die Europäische Union wolle im Zuge der angestrebten Klimawende den Anteil von erneuerbaren Energien deutlich ausweiten. Investitionen von mehreren Hundert Milliarden Euro in den nächsten drei Jahrzehnten seien vorgesehen, um die EU-Klimaziele zu erreichen. Daraus resultiere ein positives Umfeld für die Anbieter von Strom aus regenerativen Quellen wie Wind und Solar, die gegenüber anderen Energiequellen zunehmend konkurrenzfähiger würden.

Auf diesem Gebiet tätig und ein Nutznießer dieser Entwicklung sei der konzernunabhängige Stromerzeuger Encavis. Er betreibe in zehn europäischen Ländern 192 Solarparks und 86 Windparks mit einer Gesamtleistung von etwa 2,6 Megawatt. Rund 1,63 Megawatt davon befänden sich in "Eigenbesitz". Die restlichen Kapazitäten würden auf Minderheitenanteile entfallen oder seien im Geschäftsbereich Asset Management angesiedelt, der institutionellen Kunden Anlagen in erneuerbare Energien (u.a. "grüne" Fonds) zur Verfügung stelle.

In den vergangenen Jahren sei Encavis vor allem durch Übernahmen und die Entwicklung neuer Parks mit Wind- und Solaranlagen gewachsen. Beispielsweise sei zu Beginn 2021 das spanische Großprojekt "Talayuela" mit einer Erzeugungskapazität von rund 300 Megawatt an das Stromnetz angeschlossen worden. Das Land sei nun mit einem Anteil von 500 Megawatt der größte Einzelmarkt im Konzernportfolio. Dort wolle das Unternehmen ebenso wie in vielen anderen europäischen Ländern seine Stellung weiter ausbauen.

Diese Strategie bietet unserer Einschätzung nach aussichtsreiche Perspektiven, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Denn der Markt für langfristige privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) dürfte, auch politisch motiviert, weiterhin stark wachsen. Mit seinem kombinierten Geschäftsmodell aus eigenen Projekten und Asset-Management-Aktivitäten setzt Encavis aus unserer Sicht den richtigen Hebel an, um das Portfolio konsequent und zügig auszuweiten und die dafür nötigen Investitionsmittel bereitzustellen, so Marcus Landau von der DZ BANK weiter. Aus einem wachsenden Bestand würden sich wiederum positive Skaleneffekte ergeben, u.a. im Management/Betrieb der Anlagen, was Kostenvorteile mit sich bringe.

Gleichzeitig zeichne sich das Geschäftsmodell durch stabile Rückflüsse aus, die aus garantierten Einspeisevergütungen oder langfristigen Abnahmeverträgen resultieren würden. Der kontinuierliche Ausbau der operativen Cashflows erhöhe außerdem den finanziellen Spielraum für den Portfolioaufbau. Der Vorstand gehe beispielsweise davon aus, dass die beiden spanischen Solarparks im Geschäftsjahr 2021 zusätzliche subventionsfreie Umsätze von mehr als 36 Mio. Euro sowie ein zusätzliches EBITDA von mehr als 27 Mio. Euro erwirtschaften würden. Das passt zu unserer grundsätzlichen Erwartungshaltung, dass die Geschäftstätigkeit von Encavis mittelfristig immer weniger von Subventionen für Ökostrom abhängig sein wird; gleichzeitig bewerten wir das Geschäftsmodell als relativ krisensicher, so Marcus Landau von der DZ BANK.

Risiken für das Geschäft würden regulatorische Änderungen und steigende Finanzierungskosten darstellen. Ferner seien die Witterungsbedingungen bei der tatsächlichen Stromerzeugung ein wichtiger Einflussfaktor, was zu schwankenden Ergebnissen führen könne.

Mit Blick auf die Kursentwicklung sehe Marcus Landau von der DZ BANK bei der Aktie einen dynamischen Anstieg in den vergangenen Monaten. Der zuletzt starke Kursanstieg mache den Wert anfällig für zwischenzeitliche Korrekturen. Der übergeordnete Aufwärtstrend sei aus Landaus Sicht jedoch intakt, sodass der Senior Manager bei Encavis derzeit trendfolgende Long-Strategien als adäquate Handelstaktik sehe.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.

Auf den Basiswert Encavis AG stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 18,1862 Euro sowie einer Knock-Out-Barriere von 18,1862 Euro. Das Produkt eigne sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen möchten. Der Endlos-Turbo Long auf die Encavis AG habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme. (Stand vom 13.01.2021) (14.01.2021/oc/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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