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XXL-Optionsscheine auf Netflix: Hoher Einsatz steigert Chancen (?) - Optionsscheineanalyse


18.12.2015
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (SIN DE000XM60F25/ WKN XM60F2) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM5YMK9/ WKN XM5YMK) der Deutschen Bank auf die Netflix-Aktie (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) vor.

Der führende Video-on-Demand-Anbieter Netflix erhöhe den Einsatz. Das steigere die Chancen auf der einen Seite, allerdings würden die steigenden Wachstumsausgaben auch viele Risiken bergen. Zumal die Fallhöhe beim Aktienkurs deutlich angestiegen sei.

Die US-Serie "House of Cards" habe längst Kultstatus erreicht. Dabei spiele Kevin Spacey den skrupellosen Politiker und späteren Präsidenten Frank Underwood. Genau mit dieser Mischung habe Netflix in den vergangenen Jahren einen großen Hit gelandet und gleichzeitig gezeigt, dass nicht nur traditionelle Hollywood-Studios den Nerv der Zuschauer treffen könnten. Angestachelt von diesem Erfolg und dem Umstand, dass der Kauf von Fernsehinhalten sehr viel Geld koste, wolle man in Zukunft die Zahl der Eigenproduktionen deutlich ausweiten. Während dieses Jahr 16 eigene Serien produziert worden seien, habe das Unternehmen auf einer Analystenkonferenz am 7. Dezember mitgeteilt, dass diese Zahl 2016 auf 31 fast verdoppelt werden solle.


Welchen Stellenwert von Quereinsteigern in die Film- und Serienindustrie wie Netflix oder Amazon produzierte Inhalten inzwischen hätten, zeige zum Beispiel ein Blick auf wichtige Auszeichnungen wie die jährlichen Golden Globe Awards. Allerdings seien mit solchen Eigenproduktionen wie "House of Cards" enorme Kosten verbunden. Gleichzeitig sei deren Erfolg alles andere als garantiert. Neben der Produktion eigener Serien, Filme und anderer Inhalte lasse sich Netflix derzeit auch die internationale Expansion sehr viel Geld Kosten. Das sei auch einer der Gründe, warum das Unternehmen zuletzt in seinen Quartalsberichten in schöner Regelmäßigkeit einen negativen Free Cash-Flow ausgewiesen habe. Laut Unternehmensangaben vom 14. Oktober habe dieser im dritten Quartal 2015 bei minus 252 Mio. US-Dollar gelegen, nach minus 229 Mio. US-Dollar im Vorquartal und minus 74 Mio. US-Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Aufgrund steigender Kosten sei der Nettogewinn von 59,3 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 29,4 Mio. US-Dollar gefallen.

Der langfristige Kursverlauf der Netflix-Aktie zeige jedoch, dass Anleger mit den hohen Ausgaben leben könnten, so lange der Streamingdienst weiterhin neue Nutzer anlocken könne. Im dritten Quartal habe Netflix die Markterwartungen in dieser Hinsicht jedoch nur zum Teil befriedigen können. Während auf dem heimischen US-Markt lediglich 880.000 neuer Nutzer hinzugekommen seien, habe das internationale Kundenwachstum bei 2,74 Millionen gelegen. Ende September seien es insgesamt 69,2 Millionen Netflix-User gewesen. Laut Unternehmenseinschätzung solle diese Zahl bis zum Jahresende auf etwa 74,3 Millionen anwachsen.

Nun stelle sich die Frage, wie lange es Netflix gelingen werde, Investoren mithilfe wachsender Kundenzahlen über die steigenden Kosten hinwegzutrösten. Enttäuschungen könnten sich schnell in heftigen Kursbewegungen niederschlagen. Schließlich habe die Netflix-Aktie bereits eine enorme Fallhöhe erreicht. Zudem dürfte ein großer Teil des erwarteten Wachstums eingepreist sein. Dafür spreche der Blick auf das für 2016 geschätzte Kurs/Gewinn-Verhältnis. Wenn man die FactSet-Konsensschätzungen heranziehe, dann liege dieses aktuell im Bereich von 400, was selbst für wachstumsstarke US-Technologiekonzerne sehr hoch sei.

Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,21 die Knock-Out-Schwelle bei 90,00 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,31; Knock-Out-Schwelle bei 150,60 US-Dollar) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 17.12.2015) (18.12.2015/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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