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Optionsscheine auf Netflix: Ist die Enttäuschung nur eine Momentaufnahme? - Optionsscheineanalyse 22.07.2016
X-markets by Deutsche Bank
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen WAVE XXL Call-Optionsschein (ISIN DE000DL17176/ WKN DL1717) und einen WAVE XXL Put-Optionsschein (ISIN DE000DL17234/ WKN DL1723) der Deutschen Bank auf die Netflix-Aktie (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) vor.
Mit Netflix habe das erste der vier großen im FANG-Index zusammengefassten US-Internetunternehmen seine Zahlen für das zweite Quartal 2016 veröffentlicht. Dabei habe der weltweit führende Video-on-Demand-Anbieter mit seinem Kundenwachstum die eigenen Ziele deutlich verpasst. Dennoch sollte man von Netflix nicht eins zu eins auf die anderen FANG-Unternehmen schließen.
Netflix habe laut eigenen Angaben vom 18. Juli zwischen April und Juni 2016 1,68 Millionen neue Kunden begrüßen können. Damit habe das Unternehmen die letzten eigenen Prognosen von 2,5 Millionen und die vor Jahresbeginn angepeilte Marke von 3,3 Millionen Neukunden deutlich verfehlt. Besonders enttäuschend sei dabei das Wachstum im Heimatmarkt USA ausgefallen. Statt der erwarteten 500.000 Neukunden habe Netflix lediglich 160.000 Menschen von seinem Angebot überzeugen können. Dennoch zeige man sich bei dem Video-on-Demand-Anbieter kämpferisch. Im laufenden dritten Quartal wolle Netflix 2,3 Millionen Neukunden erreichen, davon 300.000 in den USA.
Ungeachtet der Wachstumszahlen habe Netflix Umsatz und Ergebnis deutlich steigern können. Mit einem Ergebnis je Aktie von 9 Cents sei es sogar gelungen, die Reuters-Schätzungen von 2 Cents je Aktie klar zu übertreffen. Damit böten die aktuellen Geschäftszahlen Licht und Schatten zugleich. Auf Basis dieser durchwachsenen Zahlen dürfe man jedoch nicht auf ähnliche Entwicklungen bei den anderen Unternehmen im FANG-Index schließen. Deren Geschäftsfelder würden sich schließlich nur zum Teil überschneiden.
Die größten Überschneidungen mit Netflix habe zweifelsohne der Online-Händler Amazon, der mit Amazon Prime als direkter Wettbewerber im Video-on-Demand-Geschäft gelte. Amazon habe jedoch als größter Internethändler eine viel breiter aufgestellte Basis, sodass Amazon Prime nur ein kleiner Teil des Geschäfts von Amazon ausmache. Zudem würden die Netflix-Zahlen auch zeigen, dass der Streaming-Markt weiter wachse. Erkennbar sei dies am Ausblick für das dritte Quartal, laut dem Netflix den berichteten Umsatz auf 2,155 Mrd. US-Dollar steigern wolle und daraus ein EPS von 5 Cents erzielen möchte.
Die weiteren Zahlen der Unternehmen aus dem FANG-Index würden in den kommenden Wochen für Klarheit über die weltweite Internetwirtschaft sorgen. Dabei richte sich der Blick vor allem auf den Suchmaschinengiganten Alphabet (Google), der seit langem beeindruckende Wachstumszahlen aufweise.
Auch das Soziale Netzwerk Facebook habe in den letzten Quartalen stets zufriedene Anleger hinterlassen können. Alles in allem decke der FANG-Index diejenigen Unternehmen ab, die vom boomenden Geschäft der Internetwerbung, des Internethandels und des Internetfernsehens am meisten profitieren, ab. Welche Bedeutung diese Unternehmen inzwischen nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für die Börse hätten, werde beim Blick auf ihren Börsenwert deutlich. Gemeinsam kämen die vier FANG-Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von über 1 Bio. Euro und damit in etwa so viel wie alle 30 DAX-Werte zusammen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse des FANG-Index erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,69, die Knock-Out-Schwelle bei 100,00 Punkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,81; Knock-Out-Schwelle bei 140,00 Punkte) auf fallende Kurse des FANG-Indexes setzen. (Stand vom 21.07.2016) (22.07.2016/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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