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Wave XXL-Optionsscheine auf Netflix: Der Videodienstleister nimmt den Kampf an - Optionsscheineanalyse


26.10.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM5SPV5/ WKN DM5SPV) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM5SQQ3/ WKN DM5SQQ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Netflix (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) vor.

Noch scheine man sich bei Netflix angesichts einer verschärften Konkurrenzsituation im Bereich Online-Streaming keine allzu großen Sorgen zu machen. Schon jetzt sei aber klar, dass enorme Anstrengungen vonnöten sein würden, um gegen die geballte Finanzkraft von Amazon, Apple oder Disney anzukommen.

Am 8. August habe Disney angekündigt, ab 2019 keine Inhalte mehr an Netflix zu liefern. Stattdessen wolle der US-Medienkonzern seine Filme und Serien über eigene Streamingangebote direkt in die Haushalte bringen. Anfang 2018 solle es bereits ein Sportangebot geben. Hierzu nutze Disney seine Marke ESPN. Ab 2019 folge ein weiterer Dienst. Dort würden Film- und Serienproduktionen gezeigt. Dabei habe Disney vieles zu bieten, was Zuschauer sehen möchten. Ganz vorne seien Produktionen der Marvel-Studios, Pixar-Animationsfilme und seit einigen Jahren auch die "Star Wars"-Reihe zu finden.

Auf den ersten Blick habe Disney damit Netflix einen schweren Schlag versetzt. Einerseits würden interessante Serien und Filme auf der eigenen Plattform fehlen, andererseits werde der Wettbewerb angeheizt, indem Disney selbst ein Streamingangebot ins Rennen schicke. Allerdings wolle sich der führende Video-on-Demand-Anbieter nicht kampflos geschlagen geben.


Bei der Präsentation der Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2017 am 16. Oktober sei das Netflix-Management sogar konkret auf die verschärfte Konkurrenzsituation im Bereich Online-Streaming eingegangen. Zumal neben Disney mit Amazon, Apple oder Facebook auch andere sehr finanzkräftige Konzerne Netflix den Kampf angesagt hätten. Bei Netflix sehe man sich unter anderem angesichts eines Vorsprungs gegenüber der Konkurrenz sehr gut aufgestellt, auch in Zukunft im Bereich Online-Streaming führend zu sein. Das Unternehmen, das ursprünglich als Online-Verleih von DVDs gegründet worden sei, habe sich bereits 20 Jahre am Markt gehalten. Dabei habe man sich erfolgreich auf neue Marktsituationen einstellen können.

Diese Fähigkeit, auf neue Marktsituationen zu reagieren, habe sich auch im dritten Quartal gezeigt. Zwischen Juli und September seien 5,3 Millionen neue Netflix-User hinzugekommen. Damit seien es Ende September insgesamt 109 Millionen Nutzer gewesen. Zuletzt habe sich vor allem die internationale Expansion bezahlt gemacht. Außerhalb des US-Heimatmarktes habe Netflix 4,5 Millionen neue Nutzer gewonnen. Laut Unternehmensprognose sollten im laufenden vierten Quartal weitere 6,3 Millionen neue Nutzer hinzukommen. Die gute Entwicklung bei den Nutzerzahlen habe sich auch in anderen Bereichen positiv bemerkbar gemacht. Im dritten Quartal hätten die Umsatzerlöse bei 3,0 Mrd. US-Dollar gelegen. Ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn sei von 52 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf nun 130 Mio. US-Dollar geschossen.

Trotzdem würden hinter der Netflix-Erfolgsgeschichte einige Fragezeichen bleiben. Angesichts des wachsenden Konkurrenzdrucks werde es schwierig, Preiserhöhungen durchzusetzen. Zumal immer mehr Anbieter auf den Markt kämen und Film- und Serien-Fans nicht sämtliche Streamingdienste abonnieren könnten. Gleichzeitig würden enorme Summen in Eigenproduktionen fließen, um sich so von der Konkurrenz abzuheben, sodass die Risiken hoch seien. Ein Grund, warum die Netflix-Aktie trotz eines langfristigen Aufstiegstrends zeitweise teilweise sehr heftigen Kursschwankungen unterworfen sei.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein-Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 13.06.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 12,79. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 13,09; Laufzeit bis zum 13.06.2018) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 24.10.2017) (26.10.2017/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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