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Endlos Turbo Long 122,5134 auf Netflix: Transformationsprozess gestartet! Optionsscheineanalyse 01.08.2022
DZ BANK
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Autor: Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK
Netflix (ISIN US64110L1061/ WKN 552484) hat am 19. Juli besser als befürchtete Ergebnisse abgeliefert. In den kommenden Quartalen muss der Streaminganbieter beweisen, ob der eingeleitete Transformationsprozess Früchte trägt. Auch der Aufbau eines eigenen Spieleportfolios durch zahlreiche Übernahmen könnte sich als weitere Wachstumssäule entpuppen.
Netflix kann trotz sinkender Abonnentenzahl überzeugen
Der weltweit führende Streaminganbieter Netflix (NFLX) hat seit dem im vergangenen November markierten Allzeithoch zur Spitze um knapp 80% korrigiert. Das Unternehmen hat mit mehreren Belastungsfaktoren zu kämpfen. Der Konkurrenzdruck nimmt mit stark wachsenden Plattformen wie Disney+ weiter zu, die Inflation sorgt für Einsparungen bei den Verbrauchern, was zu Abokündigungen führt und die in Russland eingestellten Geschäfte betrafen auf einen Schlag rund 700.000 Kunden. Aber auch die angespannten Lieferketten bei Smart-TVs und geteilte Accounts sorgen immer noch für entgangene Einnahmen. Zudem wirken sich Währungseffekte bzw. der starke US-Dollar negativ aus, da rund 60% der Erlöse außerhalb des Heimatmarktes generiert werden.
Nun kann Netflix aber mit den am 19. Juli nachbörslich vorgelegten Zahlen wieder für Erleichterung sorgen. Zwar wurde mit 970.000 weniger Abonnenten der stärkste Quartalsrückgang der Firmengeschichte verkündet, allerdings war der Pessimismus deutlich größer, da mit zwei Mio. weniger Accounts ein doppelt so hoher Abschlag prognostiziert wurde. Mit insgesamt 220,67 Mio. Abonnenten bleibt Netflix weiterhin der an den Nutzerzahlen gemessen weltweit führende Anbieter. Dabei sind Amazon Prime Video mit rund 200 Mio. Abos und Disney+ mit 137,7 Mio. Accounts derzeit die größten Verfolger. Insgesamt bietet der Streamingmarkt weiterhin großes Wachstumspotenzial, da laut der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners weltweit 60% der Menschen davon ausgehen, dass das klassische TV durch Streaming ersetzt wird.
Netflix zieht mit Microsoft bei Einführung eines Werbemodells nach
Bereits Anfang März kündigte Disney+ die Einführung eines günstigeren, werbefinanzierten Abomodells an. Der Netflix-CEO Reed Hastings wehrte sich in den letzten Jahren noch gegen einen solchen Schritt, verkündete aber kürzlich eine neue Kooperation mit Microsoft, um nachzuziehen und die erforderliche Infrastruktur aufzubauen und einen erfahrenen Werbepartner an der Seite zu haben. Ab dem kommenden Jahr sollen in einer Handvoll Märkte die neuen Versionen eingeführt werden. Dieser Schritt könnte das Wachstum noch einmal kräftig anfachen, wie Berechnungen der Bloomberg Intelligence-Analystin Geetha Ranganathan aufzeigen. Allein in den USA und in Kanada könnte die Werbeeinführung den Umsatz bis 2024 noch einmal um 20% bzw. 3 Mrd. USD steigern.
Verbraucher wollen die Abos kündigen - Werbung könnte Abhilfe schaffen
Die Forschungsgruppe OnePoll hat ausgewertet, dass der durchschnittliche Verbraucher insgesamt fünf Streamingdienste nutzt, allerdings planen 70% der Befragten, demnächst drei davon aus finanziellen Gründen zu kündigen. Berechnungen des Marktforschers Kantar bestätigen, dass die Zahl der Streamingabos pro US-Haushalt seit Anfang des letzten Jahres von durchschnittlich 3,1 mittlerweile auf 4,8 angestiegen ist. Global betrachtet wären 53% der Verbraucher bereit ihr Abo zu behalten, wenn es durch die Einbindung von Werbung günstiger werden würde. Netflix betont hier nun, dass das Werbegeschäft künftig nahtlosere und relevantere Erlebnisse als das lineare TV-Werbemodell bieten soll. Aber auch Werbepartnern möchte man effektivere Marketingstrategien ermöglichen. Das Management ist zuversichtlich, dass diese Transformation durch günstigere Abonnements und Werbeeinnahmen eine "erhebliche Zunahme der Mitgliedschaften und des Gewinnwachstums" ermöglichen kann.
Neue Add a Home-Funktion soll Accountsharing eindämmen
Zu kämpfen hat Netflix auch mit geteilten Accounts. Laut eigenen Angaben gibt es derzeit etwa 100 Mio. Haushalte, die nicht für die Dienste bezahlen. Dabei entgehen Netflix gewaltige Summen, weshalb das Management am 18. Juli reagierte und erstmals mit der "Add a Home"-Funktion eine neue Vorgehensweise testen möchte. In einem Pilotprogramm sollen Nutzer in Argentinien, der Dominikanischen Republik, Guatemala, El Salvador und Honduras künftig für einen geringen Aufpreis von jeweils 2,99 USD einen weiteren Haushalt hinzubuchen können. Hier wird sich zeigen, ob Netflix mit dieser Strategie erfolgreich sein wird. Bereits jetzt wird aber ab dem kommenden Jahr mit einem größeren Rollout gerechnet. Netflix versucht hierdurch das Teilen nicht zu unterbinden, sondern mit geringeren Aufpreisen eine gute Balance zu finden, die Kunden nicht zu vertreiben und die Einnahmen dennoch zu steigern.
Bessere Monetarisierung soll das Wachstum wieder beschleunigen
Das Management sieht es als entscheidend an, das Wachstum in möglichst kurzer Zeit wieder zu beschleunigen, indem die Monetarisierung verbessert wird. Im jüngst beendeten zweiten Quartal konnte der Gesamtumsatz um 9% auf 7,97 Mrd. USD (Konsens: 8,04 Mrd. USD) gesteigert werden. Dabei haben die erwähnten Währungseffekte die Erlöse mit 339 Mio. USD negativ beeinträchtigt. Der Gewinn je Aktie verbesserte sich um 7,8% auf 3,20 USD je Aktie und lag über den Analystenschätzungen von 2,96 USD je Aktie.
Für das laufende dritte Quartal wird Netflix wieder optimistischer und rechnet mit 1 Mio. hinzugewonnen Abonnenten. Der Umsatz soll laut eigenen Angaben um 5% auf 7,84 Mrd. USD (Konsens: 8,08 Mrd. USD) zulegen, wobei es bei konstanter Währung rund 13% wären. Der Gewinn je Aktie wird bei 2,14 USD (Konsens: 2,77 USD) erwartet. Langfristig bleibt der Analystenkonsens optimistisch. Die Factset-Schätzungen gehen für dieses Jahr von einem Umsatz von 32,39 Mrd. USD und einem Gewinn von 10,76 USD je Aktie aus. Bis 2025 soll es eine Verbesserung auf 42,28 Mrd. USD bzw. 16,10 USD je Aktie geben. Damit liegt das KGV25e wieder bei knapp 13,5, was angesichts der Wachstumschancen moderat erscheint.
Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein auf Netflix Inc.
Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Netflix Inc. ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die Netflix Inc.-Aktie (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DW37Q7). Dieses Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.
Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert Netflix Inc.-Aktie, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Netflix Inc. zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 28.07.2022 Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion
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