Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Call-Optionsscheine auf Novartis und GlaxoSmithKline: Von Konsolidierung in Pharma profitieren - Optionsscheineanalyse


30.04.2014
Société Générale

Paris (www.optionsscheinecheck.de) - Die Analysten der Société Générale stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Call-Optionsschein (ISIN DE000SG47RL6 / WKN SG47RL) auf die GlaxoSmithKline (GSK)-Aktie (ISIN GB0009252882 / WKN 940561) und einen Call-Optionsschein (ISIN DE000SG47UH8 / WKN SG47UH) auf die Novartis-Aktie (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) vor.

Mit einem Milliardendeal zwischen den Pharmakonzernen Novartis und GlaxoSmithKline werde der europäische Medikamentenmarkt neu strukturiert. Novartis habe hierzu Mitte April einen groß angelegten Umbau mit Tauschgeschäften und Teilfusionen angekündigt. Damit werde die globale Neuaufstellung der Pharmabranche fortgesetzt, in der es in jüngster Zeit fast nahezu monatlich zu milliardenschweren Transaktionen komme. Viele Konzerne würden wegen auslaufender Patente und sinkender Gewinnmargen nach neuen Geschäftsfeldern oder Partnern suchen.

In Deutschland habe der Bayer-Konzern zuletzt die rund 2 Milliarden Euro schwere Übernahme des norwegischen Krebsmittelspezialisten Algeta abgeschlossen. Das kanadische Unternehmen Valeant habe ein Übernahmeangebot im Volumen von 47 Milliarden US-Dollar für den amerikanischen Botox-Hersteller Allergan angekündigt. Aus dem Zusammenschluss solle ein neuer globaler Marktführer für Medikamente im Bereich Ästhetik, Dermatologie und Augenheilkunde entstehen. Gelinge die Übernahme, werde Valeant mit künftig rund 15 Milliarden US-Dollar im globalen Pharmageschäft etwa auf Rang 17 aufrücken - und damit zu den deutschen Pharmakonzernen Bayer und Boehringer aufschließen.

Der Trend zur Fokussierung sorge für neue Strategien. Die Branchenriesen würden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Die Arzneimittelkonzerne würden dabei nach neuen Wegen suchen, ihre Marktpositionen und Kostenstrukturen zu verbessern. Nicht mehr die Diversifikation in Randbereiche des Pharmageschäfts sei dabei das Leitmotiv, sondern die Marktführerschaft in einzelnen Kernsegmenten. Über Ostern seien Pläne des Branchenführers Pfizer bekannt geworden, die britische AstraZeneca zu übernehmen.

Die Transaktionen von Novartis würden eine Neuausrichtung des Konzerns markieren, die Maßnahmen im Gesamtwert von rund 27 Milliarden US-Dollar würden zwar den Umsatz um rund 4 Milliarden US-Dollar auf gut 53 Milliarden US-Dollar reduzieren, aber gleichzeitig den Gewinn steigen lassen, da das Geschäft mit Krebspräparaten deutlich profitabler sei als die Bereiche, die Novartis jetzt abgestoßen habe. Für 14,5 Milliarden US-Dollar kaufe Novartis laut GSK-Mitteilung das Krebsmedikamentengeschäft, im Gegenzug würden die Schweizer die Impfsparte für 7,1 Milliarden US-Dollar an GSK verkaufen. Zudem trenne sich Novartis vom Geschäft mit Tierfutter, das für 5,4 Milliarden US-Dollar von Eli Lilly übernommen werde.

Außerdem würden Novartis und GSK ein Joint Venture für das künftig gemeinsame Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten gründen. Damit entstehe laut Novartis-Angaben eine weltweit führende Firma für Gesundheitsprodukte. Novartis folge damit einem Trend, den zuletzt vor allem amerikanische Konzerne vorgegeben hätten. Anstatt ihr Geschäftsspektrum stetig zu verbreitern, würden sich die Pharmariesen wieder stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Branchenführer Pfizer etwa habe sich in diesem Zuge von seinem Ernährungsgeschäft getrennt, welches an Nestlé gegangen sei, und habe seine Sparte Tierarzneien unter dem Namen Zoetis an die Börse gebracht. Der Konzern ziele dabei auf sein Kerngeschäft Pharma. Bristol-Myers Squibb habe ebenfalls seine Ernährungssparte und auch das Geschäft mit Diabetesmitteln verkauft. Der Pharma- und Diagnostikkonzern Abbott wiederum habe im vergangenen Jahr seine Pharmasparte unter dem Namen AbbVie abgespaltet.

Mehrere Faktoren würden den Strategiewandel treiben. Zum einen hätten sich die Perspektiven für "BigPharma" in jüngerer Zeit wieder etwas verbessert, da die Welle der großen Patentabläufe inzwischen weitgehend abgeebbt sei. Hier deute sich an, dass aus der Forschung wieder mehr neue Produkte mit hohem Umsatz- und Ertragspotenzial kommen sollten. Das klassische Pharmageschäft gewinne dadurch wieder an Attraktivität. Zum anderen habe sich gezeigt, dass Diversifikation in den letzten Jahren wenig Mehrwert für die Pharmariesen geschaffen habe.


Novartis etwa habe weder im Impfstoffbereich noch mit Diagnostika wirklich Fuß fassen können. Bei Konsumprodukten habe der Konzern mit größeren Produktionsproblemen, in der Tiergesundheit mit deutlich rückläufigen Erlösen gekämpft. Ressourcen und Managementkapazitäten seien letztlich zu breit gestreut gewesen, dies möchte das Unternehmen nun wieder korrigieren.

Novartis festige mit der Übernahme der GSK-Krebsmittel seine Position als zweitgrößter Anbieter von Krebsmedikamenten nach dem Baseler Konkurrenten Roche. Der Konzern dürfte auf dem Gebiet künftig rund 13 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielen und erweitere zudem seine Reichweite an potenziellen Neuentwicklungen.

GSK habe mit zuletzt 1,5 Milliarden US-Dollar Umsatz nur auf Position neun in der Branche rangiert und steige nun komplett aus diesem Segment aus. GSK könne im Gegenzug aber seine Führungsposition im Impfstoffgeschäft verstärken. Zudem steige GSK zum weltweiten Marktführer im Bereich der freiverkäuflichen Medikamente mit künftig rund 9,5 Milliarden US-Dollar Umsatz auf. Gegenüber dem deutschen Konkurrenten Bayer hätten die Briten hier nun mehr als 4 Milliarden US-Dollar Vorsprung.

Nach Ansicht der Analysten der Société Générale in ihrem aktuellen Research "Seismic shift in strategy; now for the delivery on the slimmed down/bulked up business" sei das Restrukturierungspotenzial der Novartis AG signifikant. Innerhalb eines Jahres habe das Unternehmen den Bereich Impfstoffe und Diagnostik für 8,8 Mrd. US-Dollar sowie Tiergesundheit für 5,4 Mrd. US-Dollar verkauft und Desinvestitionen von bis heute 19,3 Mrd. US-Dollar realisiert, davon seien 16 Mrd. US-Dollar in das Portfolio der Onkologie reinvestiert worden.

Obwohl die Société Générale-Pharmaanalysten den 16 Mrd. US-Dollar-Erwerb der GSK-Onkologie-Sparte als teuer bewerten würden, belege dieser Kauf ihrer Ansicht nach den Strategiewechsel zu einem fokussierten Unternehmen mit höherem Margengeschäft. Sie würden deutlich erhöhte Margen im ersten Jahr nach Abschluss der Transaktion prognostizieren und das Kurspotenzial bei CHF 90,00 sehen.

In ihrem aktuellen Research "Innovatively reshaping the business" würden die Société Générale-Analysten den GSK-Deal als den komplexesten und innovativsten bewerten, den sie in der pharmazeutischen Industrie bisher gesehen hätten, welcher auch als eine Fortsetzung der Neuordnung des GSK-Geschäfts diene. Das umfasse die ViiV Neuverhandlung, die Desinvestitionen in den Bereichen OTC, Herz-Kreislauf Aspen und der Marken Lucozade und Ribena.

Als Ergebnis des Novartis-Deals würden die Société Générale-Pharmaspezialisten eine Erhöhung des Gewinns pro Aktie ab 2016 und eine Erhöhung des risikoadjustierten Nettobarwerts (NPV) auf 2.088,00 Penny erwarten. Es werde nach Ansicht der Société Générale-Analysten zu einer weiteren Umgestaltung des GSK-Geschäfts kommen, da GSK angekündigt habe, sein etabliertes Produktportfolio zu überprüfen. Der Novartis-Deal werde die Erträge des Konzerns nach 2016 erhöhen.

Die Novartis-Aktie habe nach der GSK-Ankündigung bis zu 2,9 Prozent gewonnen und sei mit 77,10 Schweizer Franken am 23. April 2014 (intraday) so teuer wie zuletzt im Oktober 2006 gewesen. Die in London gelisteten GSK-Titel seien in der Spitze um 6 Prozent gestiegen, aktuell liege der Kurs bei 1.655,00 Penny. (Schlusskurs: 25.04.2014).

Anleger, die eine weiter positive Entwicklung von Novartis und GSK erwarten würden, könnten gehebelt mit einem Call-Optionsschein auf GlaxoSmithKline sowie mit einem Call-Optionsschein auf Novartis auf steigende Aktienkurse setzen. (30.04.2014/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
30.12.2014, Société Générale
Gewinne mit der Gesundheit: Call-OS auf GlaxoSmithKline: Langfristanlage mit reduziertem Kapitaleinsatz
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG