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Open End Turbo Short auf AMD: Bodenbildung oder Abverkauf? Optionsscheineanalyse 02.04.2025
boerse-daily.de
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Open End Turbo Short (ISIN DE000VG2MSY9/ WKN VG2MSY) von Vontobel auf die AMD-Aktie (ISIN US0079031078/ WKN 863186) vor.
Der Aktienkurs von AMD habe sich innerhalb der letzten zwölf Monate mehr als halbiert. Die angekündigten Zölle auf Einfuhren in die USA würden am 2. April in Kraft treten und hätten das Potenzial, den Kurs weiter unter die Unterstützung bei 94,64 US-Dollar zu drücken.
Die Lancierung von Einfuhrzöllen in die Vereinigten Staaten am 2. April 2025 habe auch Auswirkungen auf die Chipindustrie. Am vergangenen Freitag sei es zu einem Kursrückgang bei Aktien von Halbleiterunternehmen gekommen, die an der US-Börse NASDAQ gelistet seien. Es bestehe noch Unklarheit bezüglich der potenziellen Auswirkungen dieser Politik auf die komplexen internationalen Lieferketten. AMD entwerfe die Chips in den Vereinigten Staaten und lasse sie größtenteils in Taiwan von TSMC herstellen. Ab dem 2. April werde ein Einfuhrzoll in Höhe von 25 Prozent auf Rückführungen in die Vereinigten Staaten erhoben. Die kürzlich angekündigten Zölle auf Automobile könnten lediglich als Indikator für potenzielle zusätzliche Sonderabgaben angesehen werden.
Zum Chart
Die seit einem Jahr andauernde Abwärtssequenz bei AMD habe zu einem Kursverlust im Ausmaß von 55 Prozent geführt. Ab dem 9. Oktober 2024 habe sich der Abwärtstrend beschleunigt und einen Verlust von rund 42 Prozent verursacht. Der jüngste Abverkauf habe eine Notierung in Richtung der unteren Begrenzung des Abwärtstrends zur Folge. Es sei gut möglich, dass die Bären eine Verschnaufpause einlegen würden. Zusätzlich nähere sich der Kurs der Unterstützungszone im Bereich zwischen 94,64 US-Dollar und 90,02 US-Dollar an. Die gesamte Branche gehe von einer Wachstumsverlangsamung beim Verkauf von KI-Chips aus. Für den AMD-Konzern komme erschwerend hinzu, dass er technologisch nur eingeschränkt mit NVIDIA konkurrieren könne. So würden sich die Unterschiede im Kurs mit NVIDIA erklären lassen. Auch der Blick durch die fundamentale Brille verrate, dass die Marktteilnehmer von verringertem Umsatz- und Gewinnwachstum ausgehen würden. Das erwartete KGV 2024/25 liege aktuell bei 42,63, was im historischen Vergleich bis zurück zum Jahr 2016/17 der günstigste Wert sei. Doch es bestehe in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, dass die Konsensschätzungen aufgrund der Zollproblematik nach unten revidiert werden müssten. Als Folge würde das entsprechende KGV wieder ansteigen und eine Verteuerung der Aktie anzeigen.
Fazit
Der Aktienkurs von AMD habe sich innerhalb der letzten zwölf Monate mehr als halbiert und könnte aufgrund der Zollproblematik weiter fallen. Mit einem Open End Turbo Short von Vontobel könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Aktie der AMD Inc. in den nächsten Wochen erwarten würden, überproportional von einem Hebel von 3,74 profitieren. Das Ziel sei bei 82,65 US-Dollar angenommen (4,22 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere betrage 27 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte beim Basiswert bei 115,96 US-Dollar platziert werden. Im Open End Turbo Short ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 1,14 Euro. Für diese spekulative Idee betrage das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,3 zu 1. (02.04.2025/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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